Sie heißen MRSA oder ESBL und immer häufiger beherrschen sie die Schlagzeilen: gefährliche Bakterien, denen mit Antibiotika kaum noch beizukommen ist. Bislang hat die Hochleistungsmedizin der Bedrohung wenig entgegenzusetzen, schreibt die Stiftung. Dass gezielte Gegenwehr sich lohne, beweisr das münstersche Modell. Das münstersche Modell vernetzt regionale Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheime, niedergelassene Ärzte und Patientenvertreter eng mit dem Universitätsklinikum Münster, um die Ausbreitung gefährlicher Keime zu verhindern. Ein Beispiel: Bei der Einlieferung ins Krankenhaus wird jeder Patient auf MRSA getestet und im positiven Fall so lange isoliert behandelt, bis die Aufnahme auf eine normale Station gefahrlos möglich ist.
Preis ist mit 50.000 Euro dotiert
Der Direktor des Instituts für Hygiene am Universitätsklinikum Münster ist der erste Preisträger der neu geschaffenen und mit 50.000 Euro dotierten Auszeichnung. Die Übergabe erfolgte im Festsaal des Berliner Rathauses – in Anwesenheit von Thomas Ilka, Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium.


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