Ein solches Sektorendenken könne sich die Gesellschaft nicht mehr leisten, sagte KBV-Vorstandschef Andreas Köhler der "Süddeutschen Zeitung". Die Trennung in einen ambulanten und einen stationären Bereich führt zu hohen Kosten für die Krankenversicherungen und zu Doppeluntersuchungen der Patienten. Dennoch hatte die Ärzteschaft bislang an der Trennung festgehalten. Köhler zu seinem Sinneswandel: "Ich würde nicht von einer Revolution sprechen, aber eine deutliche Positionsverschiebung ist das schon."
Nach Berechnungen der KBV werden in den kommenden elf Jahren etwa 23.800 Hausärzte und 28.000 Fachärzte aus dem Berufsleben ausscheiden. Zwar gibt es auch immer mehr Ärzte, diese eröffnen ihre Praxen aber vor allem in Städten. Folge ist eine Unterversorgung des ländlichen Raums. Die aktuelle Planung bekämpft diesen Mangel nach Einschätzung der KBV nicht wirksam genug. Der Ärztemangel wird auch eins der zentralen Themen des am Dienstag beginnenden Ärztetags sein.




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