Welche Frauen genau das sind, darüber gibt der Biomarker-Test uPA/PAI 1 Aufschluss. Zu den prognostischen Markern gehören das Eiweiß Urokinase Plasminogen Aktivator (uPA) und dessen Gegenspieler PAI 1. Ist der Anteil an uPA/PAI 1 im Tumorgewebe niedrig, haben die Patientinnen nach der OP – und gegebenenfalls einer Strahlentherapie – besonders gute Heilungschancen. Überschreitet der Anteil hingegen einen bestimmten Schwellenwert, ist eine Chemotherapie empfehlenswert.
Allerdings: Patientinnen mit niedrigen uPA/PAI 1-Werten haben ein 5- bis 10-prozentiges Restrisiko, dass der Tumor in den folgenden Jahren wiederauftritt. "Dies ist aber international als Grenzwert akzeptiert, da Nutzen und mögliche Nebenwirkungen sich die Waage halten”, erklärt Nadia Harbeck, die das Brustzentrum der Universität München leitet. Dieses hat zusammen mit sechs weiteren Zentren am Innovationsprojekt der AOK Bayern zu uPA/PAI 1 teilgenommen.


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