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Innovationsfonds

4,66 Millionen Euro für Pilotprojekt zur Betreuung von Herzpatienten

Mit dem neuen Lotsenmodell „Cardiolotse“ investiert die AOK Nordost gemeinsam mit Vivantes in die Betreuung von chronisch Herzkranken.

Herzschlag

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Nach einem Herzinfarkt sind viele Patienten zunächst unsicher. Ein Cardiolotse soll als Ansprechpartner alle Fragen beantworten.

Der Cardiolotse soll als persönliche Patientenbegleitung das Bindeglied zwischen dem Patienten und seiner medizinischen Versorgung bilden. Dabei informiert er, steht für Fragen zur Verfügung, übernimmt die Terminkoordination ärztlicher Kontrolluntersuchungen und unterstützt bei der regelmäßigen Medikamenteneinnahme. Die Intensität seiner Betreuung orientiert sich am individuellen Bedarf des jeweiligen Patienten.

Jeder Cardiolotse soll für die Aufgabe gut geschult werden und in engem Kontakt zu spezialisierten Krankenpflegekräften oder einem Facharzt stehen. So ist er für den Patienten der zentrale Ansprechpartner für alle medizinischen und gesundheitlichen Fragen, die sich an seine Behandlung anschließen. „Das schlagende Herz ist der Inbegriff für Leben. Wenn es aussetzt oder aus dem Takt gerät, leiden die Betroffenen oft Todesängste. Gerade nach einem Klinikaufenthalt horchen diese Menschen besonders stark in sich hinein und geraten schon beim kleinsten Anzeichen, dass etwas nicht stimmen könnte, in Panik“, erklärte Stefanie Stoff-Ahnis, Mitglied der Geschäftsleitung der AOK Nordost. „Wir sind überzeugt, dass eine individuelle und auf das Krankheitsbild spezialisierte Patientenbegleitung mehr Stabilität und Sicherheit im Umgang mit der Erkrankung geben kann und damit auch unnötige Wiedereinweisungen verhindert werden.“

Über das Projekt

Das Pilotprojekt „Cardiolotse“ wird unterstützt vom Berufsverband Deutscher Internisten und dem Bundesverband Niedergelassener Kardiologen. Bislang soll es ausschließlich bei chronisch Herzkranken mit einer Ischämischen Herzerkrankung (z.B. Herzinfarkt) oder Herzrhythmusstörung eingesetzt werden. Finanziert wird das Projekt aus einem Innovationsfonds, der bis 2019 jährlich 300 Millionen Euro für Versorgungsprojekte und -forschung bereitstellt. Es werden im Zuge dessen ausschließlich Projekte gefördert, die deutlich über die Regelversorgung hinausgehen. 

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