
Sachsen-Anhalt will mit einem neuen sogenannten Pandemieresilienz-Zentrum (PRZ) in Halle besser auf Krisen vorbereitet sein. Mit der Investition wappne sich das Land gegen Pandemien und ähnliche Notlagen, sagte Wissenschaftsminister Armin Willingmann (SPD). Für das Labor- und Forschungsgebäude wurde nun der Spatenstich gesetzt. Es soll voraussichtlich Ende 2029 in Betrieb genommen werden.
Das erste und einzige Zentrum dieser Art in Sachsen-Anhalt entsteht am Standort der Universitätsmedizin Halle. Der Bau wird mit 38,7 Millionen Euro aus dem Corona-Sondervermögen des Landes finanziert. In den nächsten Jahren sollen damit zusätzliche Laborkapazitäten für Diagnostik und Analysen entstehen, „die im Ernstfall schnell aktiviert werden können“, erklärte Willingmann. Während der Coronapandemie hatte sich dem Ministerium nach gezeigt, dass Sachsen-Anhalt nur geringe Kapazitäten für Labordiagnostik gibt.
Viele Analysen in kurzer Zeit
Das PRZ soll 1,5 unterirdische und drei oberirdische Geschosse sowie ein Technikgeschoss haben. Genutzt werden können den Angaben nach in Zukunft über 2255 Quadratmeter. Der Bau sei so geplant worden, dass das Zentrum flexibel genutzt werden kann, erklärte das Universitätsklinikum Halle. Und auch die umfangreichen Nachhaltigkeitsbemühungen der Unimedizin sollen berücksichtig werden.
Platz finden sollen in dem Gebäude unter anderem das Institut für Medizinische Mikrobiologie und Virologie der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Disziplinen der Krankenversorgung wie Infektiologie und Hygiene sowie ein Praktikums- und Ausbildungslabor mit 75 Plätzen. In Zukunft sollen im PZZ dann Analysen in großer Menge und kurzer Zeit bewältigt werden können, hieß es.





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