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Krankenhaushygiene

Beim A0-Wert ist alles möglich!

Den einen kann der A0-Wert nicht hoch genug sein – andere finden, dass Krankenhäuser drängendere Probleme haben als die Steckbecken-Aufbereitung. Markus Danner, Vertriebsleiter Deutschland bei Meiko, über die Macht des Marktes und die Flexibilität von Reinigungs- und Desinfektionsgeräten.

Marcus Danner

Meiko

Markus Danner über die TopLine-Geräte von Meiko mit frei wählbarem A0-Wert (60, 600, 3000).

Tropenklinik Paul Lechler Tübingen

Meiko

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Herr Danner, wie sieht in Deutschland die Norm genau aus, die die Anforderungen an Steckbeckenspülgeräte regelt?

Marcus Danner: Wenn wir über Reinigungs- und Desinfektionsgeräte mit thermischer Desinfektion von Behältern für menschliche Ausscheidungen reden, dann sieht die Norm nach DIN EN ISO 15883 vor: „Die thermische Desinfektion muss als vollendet betrachtet werden, wenn alle zu desinfizierenden Oberflächen einen Prozess durchlaufen haben, der einen A0-Wert von mindestens 60 bietet.“ 

Dieser Standard ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass sowohl Betreiber von Reinigungs- und Desinfektionsgeräten wie auch Behörden mehr und mehr einen höheren A0-Wert fordern. Was bedeutet dies für Sie als Gerätehersteller?

Marcus Danner: Wir sehen uns in erster Linie als Partner unserer Kunden im Bemühen um mehr Hygiene und größere Patienten- und Mitarbeitersicherheit. Wenn unsere Kunden einen A0-Wert von 600 oder 3000 wünschen, haben sie meist gute Gründe dafür. Nebenbei bemerkt: Unsere Schnittstellen sind Fachärzte für Krankenhaushygiene, Hygienebeauftragte und Fachleute für Krankenhaustechnik und damit kompetente Gesprächspartner, die sehr konkrete Vorstellungen von Reinigung und Desinfektion haben. Wir als Hersteller haben hier nur die Möglichkeit, möglichst viel Flexibilität zu bieten – und das tun wir auch.

Unsere Geräteserie TopLine ist deshalb so ausgestattet, dass zwischen den A0-Werten 60, 600 und 3000 gewählt werden kann. Wann welcher Wert eingesetzt wird, bleibt dem Betreiber überlassen. Allerdings muss nicht immer neu ausgewählt werden. Auf Wunsch programmieren wir die Geräte mit einem A0-Wert von 60 oder 600. Ist ein Zyklus mit 3000 gelaufen, stellt sich das Gerät danach automatisch auf den vorher definierten A0-Wert ein. Unser Alltag zeigt uns, dass die Krankenhaushygiene die Vorgaben macht und das Bedienpersonal den Wert nach diesen Vorgaben auswählt. So sind bedeutende Entscheidungen dort angesiedelt, wo sie hingehören.  

Bedeutet dies, dass der A0-Wert immer wieder neu beim Bedienen des Geräts ausgewählt werden muss?

Marcus Danner: Nein, denn das würde eine unnötige Komplexität im Alltag mit sich bringen, wenn das Bedienpersonal immer wieder neu entscheiden muss, was eingestellt wird. Gute Erfahrungen machen unsere Kunden damit, dass wir die TopLine-Geräte so programmieren, dass sie grundsätzlich mit einem A0-Wert von 600 laufen. Wenn eine andere Einstellung gewünscht ist, wird anders ausgewählt.  

Wie stehen Sie als Hersteller zur diskutierten Klassifizierung von Steckbecken als semikritische Medizinprodukte?

Marcus Danner: Das ist ein Punkt, über den wir uns als Hersteller nicht den Kopf zu zerbrechen haben. Ein Steckbecken ist und bleibt ein Gegenstand, der nach seinem Einsatz eine der höchsten Keimlasten aufweist. Natürlich hat nicht jeder Patient einen Dekubitus in der Körperregion, in der ein Steckbecken zum Einsatz kommt. Aber mal ganz ehrlich: Was wäre Ihnen denn selbst im Falle eines Falles lieber?

http://www.meiko.de/de/produkte/reinigungs-desinfektionstechnologie/steckbeckenspueler/?utm_source=kma-online.de%20KW45&utm_medium=Content%20Ad&utm_campaign=A0-Wert

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