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RichtfestForchheim bekommt 350 Millionen Euro teure Medizintechnik-Fabrik

Der Rohbau des „High Energy Photonics Center“ der Siemens Healthineers in Forchheim wurde zum 29. Oktober 2021 fertiggestellt. Der 350 Millionen Euro teure Neubau soll 2023 in Betrieb gehen und nahezu CO2-neutral betrieben werden können.

High Energy Photonics Center
Siemens Healthineers

Der Rohbau des „High Energy Photonics Center“ der Siemens Healthineers in Forchheim wurde Ende Oktober 2021 fertiggestellt.

Siemens Healthineers feierte am 29. Oktober 2021 gemeinsam mit dem Generalunternehmer Porr am Standort in Forchheim das Richtfest für das High Energy Photonics (HEP) Center. Der Festakt fand im Rohbau des neuen Gebäudes statt. Hier wird Siemens Healthineers zukünftig die Fertigung, Forschung und Entwicklung sowie die Logistik von Röntgenröhren und Generatoren bündeln. Diese Komponenten sind Hauptbestandteile moderner Computertomografen, Angiographie- und Röntgensysteme.

Die neue Fabrik wird vollständig digital vernetzt sein und über hochautomatisierte Anlagen verfügen, die künftig helfen, die Produktionskosten zu reduzieren, die Qualität der Produkte zu erhöhen und ausreichend Kapazitäten für weiteres Wachstum bereit zu stellen. Ein eigens entwickeltes Energiekonzept soll einen nahezu CO2-neutralen Betrieb des Gebäudekomplexes ermöglichen. Das HEP-Center soll Ende 2023 in Betrieb gehen und Raum für etwa 700 Arbeitsplätze bieten.

Intelligentes Energiekonzept reduziert Schadstoffausstoß

Bei Planung und Bebauung des 57 000 Quadratmeter großen Gebäudes, legte Siemens Healthineers besonderen Wert auf einen nachhaltigen Lebenszyklus der Gebäude. Der Neubau soll nahezu CO2-neutral betrieben werden können. Da für die Produktionsprozesse viel Energie und Kälte benötigt wird, entwickelte Siemens Healthineers ein Energiekonzept, das beispielsweise Abwärme aus den Produktionsprozessen nutzt und Wärme durch Rückkühler zurückgewinnt. Photovoltaik-Anlagen auf den Dachflächen mit etwa 1,5 GWh/a Ertrag, das entspricht etwa dem Strombedarf von 300 Haushalten mit 4 Personen pro Jahr, hocheffiziente Wärmepumpen sowie der Bezug von grüner Energie für den verbleibenden Bedarf sollen die CO2-Emissionen nahezu auf null reduzieren.

Regionale und recyclingfähige Baustoffe reduzieren zusätzlich den Schadstoffausstoß, da beispielsweise Transportwege verkürzt werden. Die Gestaltung der Außenanlagen mit heimischen Pflanzen und hellen Oberflächen fördert die Biodiversität und verringert die Wärmeabstrahlung. Natürliche Materialien im Innenraum, außen liegender Sonnenschutz und eine intelligente Gebäudetechnik gewährleisten den Komfort für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu jeder Jahreszeit.

End-to-End-Digitalisierungsansatz

Bei der Planung, Bau und Ausstattung der Fabrik setzt Siemens Healthineers modernste Industrie-4.0-Standards um. So wurde die gesamte Anlage und ihre Prozesse bereits während der Planungsphase detailgenau in einem sogenannten digitalen Zwilling abgebildet. Ganze Fertigungslinien und Produktionsabläufe konnten durch Simulationen bereits im Vorfeld optimiert werden. Dies erhöht die Effizienz der Anlage und spart Zeit und Kosten.

Zudem wird das HEP-Center die erste Fabrik von Siemens Healthineers mit einem vollständigen End-to-End-Digitalisierungsansatz sein, der über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg realisiert wird. Alle Fertigungsschritte werden über eine einheitliche Software angebunden und abgebildet und können so aufeinander abgestimmt werden. So erstellt die Entwicklungsabteilung für die Produkte einen digitalen Zwilling, dessen Daten direkt in die Fertigung einfließen und dort weiterverarbeitet werden. Dies erhöht die Kosteneffizienz, Qualität und Transparenz und optimiert den gesamten Herstellungsprozess.

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