„Neben der Mobilität müssen sich unsere Radiologen auch daran gewöhnen, sich nicht mehr über die Anzahl ihrer medizinischen Geräte zu definieren, die in ihrem Flur stehen. Denn wird denken jetzt auf einmal in Untersuchungskontingenten“, erläutert Huppertz.
Zeitnahe MRT-Diagnostik ohne eigene Infrastruktur
Die Vorteile der mobilen Lösung liegen auf der Hand: Sie ermöglicht es, in ganz Brandenburg zeitnah MRT-Diagnostik anzubieten, ohne dass jedes Krankenhaus dafür ein eigenes Gerät inklusive Infrastruktur vorhalten muss.
„Wenn sich etwa das Krankenhaus Bad Belzig heute ein MRT kaufen müsste, würde es – abgesehen von der ungewissen Auslastung und den anfallenden Kosten – dort etwa 1,5 Jahre dauern, um dort alle Prozesse wirklich im Griff zu haben. Mit dem LKW ist dieses ganze Wissen schon da, das ist der eigentliche Vorteil“, erläutert Alexander Huppertz. Finanziert wird das Projekt durch die Ernst von Bergmann Klinikgruppe.
Rund 2 Millionen Euro hat das MRT inklusive LKW und Umbau gekostet, was laut Hupperts in etwa den Kosten für ein stationäres Gerät plus Baukosten entspricht. Dazu kommen innerhalb der nächsten 8 Jahre rund 3,5 Millionen für die Logistik. In Zukunft könnte man solchen MRT-Trailern gerade in ländlichen Regionen öfter begegnen, denn die mobile Lösung ist auch auf andere Kliniken übertragbar. Die Klinikgruppe Ernst von Bergmann plant bereits einen zweiten LKW. „Das mobile MRT ist nur der Anfang. Wir überlegen sogar, weitere diagnostische Modalitäten so mobil anzubieten“, ergänzt Huppertz.




Derzeit sind noch keine Kommentare vorhanden. Schreiben Sie den ersten Kommentar!
Jetzt einloggen