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ComputertomographieUniversitätsmedizin Mainz nimmt neuen Hochleistungs-CT in Betrieb

Die Universitätsmedizin Mainz hat einen neuen Computertomographen (CT) in Betrieb genommen. Es handelt sich um eines der modernsten CT-Geräte weltweit, das nun erstmals in Deutschland installiert worden ist. 

CT Universitätsmedizin Mainz
Peter Pulkowski/Universitätsmedizin Mainz

v.l.: Der Aufsichtsratsvorsitzende, Staatssekretär Dr. Denis Alt, Direktor der Klinik und Poliklinik für Neuroradiologie, Prof. Dr. Marc Brockmann, und Vorstandsvorsitzender und Medizinischer Vorstand, Prof. Dr. Norbert Pfeiffer.

Die Klinik und Poliklinik für Neuroradiologie der Universitätsmedizin Mainz hat einen neuen Computertomographen in Betrieb genommen, der eine höhere Auflösung von Bildern und den Einsatz von künstlicher Intelligenz ermöglicht. Bei dem Gerät handelt es sich um das CT-Gerät mit dem Namen Aquilion Precision, hergestellt vom Unternehmen Canon Medical. Außer in Deutschland ist das CT-Modell weltweit nur in Japan, in den USA, in Frankreich und in den Niederlanden in Gebrauch.

Der neu entwickelte Computertomograph erlaubt als einziges Multislice-CT in Deutschland mit 0,25 mm-großen Detektorelementen Untersuchungen mit höchster Auflösung und ermöglicht damit eine optimale Beurteilbarkeit kleinster Strukturen, zum Beispiel bei der Diagnose von Aneurysmen der Hirngefäße.

Zudem wurde die Bildrekonstruktion des CT-Gerätes weiterentwickelt. Während die bisher bekannte Bildmatrix rund Zweihundertsechszigtausend (512 x 512) Pixel aufwies, kann das neue Gerät über vier Millionen Pixel erreichen (2048 x 2048). Des Weiteren führt der Einsatz von künstlicher Intelligenz zu Verbesserungen der hochauflösenden Bilder beziehungsweise zu einer deutlichen Reduktion der Strahlendosis von bis zu 75 Prozent im Vergleich zu herkömmlichen CT-Untersuchungen.

Einsatz und Funktionsweise der Computertomographie

Die Computertomographie ist eine Technik, die es erlaubt, das Gewebe eines Patienten darzustellen. Ein Computertomograph kann von verschiedenen Körperregionen Bilder erzeugen, indem er den Körper des Patienten Schicht für Schicht mit Röntgenstrahlen abtastet. Mithilfe des Computers berechnet das Gerät die Strahlenabsorption und setzt diese in Schwarz-Weiß-Bilder um.

Während dieses Vorgangs liegt der Patient auf einer speziellen Liege und wird auf dieser durch eine breite runde Öffnung durch das CT-Gerät geschoben. Das CT-Gerät besteht aus einem großen Ring, dessen Inhalt sich kreisförmig um den Patienten bewegt und Röntgenstrahlen aussendet, die bestimmte Körperregionen des Patienten durchdringen. Da die CT-Untersuchung schnell, einfach und ohne Schmerzen für den Patienten durchzuführen ist, wird sie heutzutage als erste Untersuchung bei vielen akuten Erkrankungen eingesetzt wie zum Beispiel bei Blutungen, Schädelverletzungen oder dem Schlaganfall.

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