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Uniklinikum DresdenVerkürzung der Therapiesitzungen durch neuen Linearbeschleuniger

Seit August 2020 werden in der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden Patienten mit einem neuen Linearbeschleuniger behandelt. Dieser verkürzt die Dauer der Therapiesitzungen bei der Tumorbehandlung.

Linearbeschleuniger Uniklinkum Dresden
Marc Eisele/Universitätsklinikum Dresden

Therapieraum im Nationalen Zentrum für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC) mit dem neuen Linearbeschleuniger (LINAC).

Die ersten Patienten sind in der Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie und Radioonkologie am Dresdner Universitätsklinikum mit einem neuen hochmodernen Linearbeschleuniger (LINAC) des Herstellers Elekta behandelt worden. An mehreren Tagen hintereinander haben sie die jeweils etwa zehnminütigen Therapiesitzungen an diesem neuen, hochmodernen Gerät absolviert.

In den kommenden Wochen erhöht sich die Anzahl der im Neubau des Nationalen Zentrums für Tumorerkrankungen Dresden (NCT/UCC) bestrahlten Patienten weiter. Durch den neuen Linearbeschleuniger kann die Klinik ihr Behandlungsspektrum erweitern und zudem die Dauer der Therapiesitzungen für die Patienten verkürzen. „Mit der neuen Gerätegeneration machen wir einen großen Sprung nach vorn“, sagt Prof. Esther Troost, die gemeinsam mit Prof. Mechthild Krause die Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie leitet.

„Mit der präoperativen Strahlentherapie haben wir die Möglichkeit, die Bereiche des Tumors zu bestrahlen, die sich gefäßnah befinden und können dort gezielt die Tumorzellen abtöten“, sagt die Ärztin Dr. Christina Jentsch. „Die Strahlentherapie als Bestandteil der multimodalen präoperativen Therapie, kann somit wesentlich dazu beitragen, dass der Tumor von den Chirurgen komplett entfernt werden kann“.

So kann die Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie am Universitätsklinikum Dresden die Zahl der stereotaktischen Bestrahlungen erhöhen. Diese Therapieform, bei der die Behandlungsstrahlen aus verschiedenen Winkeln in großer Präzision punktgenau auf den Tumor treffen, ist hochwirksam und gleichzeitig für die Patienten gut verträglich. Ein weiterer entscheidender Vorteil ist die Kombination von Bestrahlungskopf und integriertem Röntgengerät. Dies ermöglicht hochauflösende dreidimensionale Bildgebung während der Therapiesitzung, um die Lage des zu bestrahlenden Gewebes permanent zu kontrollieren. Dies ist insbesondere für Tumore in oder in der Nähe von beweglichen Organen wie Lunge, Darm oder Blase von großem Vorteil.

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