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ÄrztemangelÄrzte befürworten Finanzspritzen für unterversorgte Regionen

Laut einer Umfrage der Ärzte-Plattform Coliquio könnten Finanzspritzen die ärztliche Versorgung in strukturschwachen Gebieten deutlich verbessern.

Über 900 Ärzte aus allen Fachrichtungen haben an der Umfrage des größten Experten-Netzwerks für Ärzte im deutschsprachigen Raum teilgenommen. Weit über die Hälfte der Teilnehmenden befürwortete eine finanzielle Unterstützung durch die jeweilige Gemeinde - etwa durch die Übernahme der Praxismiete, zinsfreie Darlehen oder auch günstigen Wohnraum. Für 59 Prozent würde die Attraktivität unterversorgter ländlicher Regionen durch ein Honorierungssystem steigen, das den Aufwand für Aus- und Weiterbildung angemessen berücksichtigt. 48 Prozent waren für höhere Arzthonorare bei Niederlassungen in einem strukturschwachen Gebiet. Auch die Befreiung von Arzneimittelregressregelungen könne dazu beitragen, die ärztliche Versorgung zu verbessern.
Laut der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und der Bundesärztekammer (BÄK) wird die Zahl der zugelassenen Allgemeinmediziner aus demografischen Gründen bis 2020 um etwa 7.000 sinken. Gerade auf dem Land werden Hausärzte aber dringend gebraucht.

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