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HonoraraufschlagÄrzte streiken trotzdem

Dem Honoraraufschlag um bis zu 1,27 Milliarden Euro müssen aus Sicht der Allianz der Deutschen Ärzteverbände weitere Verbesserungen folgen.

Zwar sei die Erhöhung der Ärztehonorare ein "Schritt in die richtige Richtung", sagte ihr Sprecher Dirk Heinrich im Südwestrundfunk. Es müssten aber weitere folgen. Das Grundproblem des Bezahlsystems sei nicht gelöst, dass nämlich Ärzte für bestimmte Leistungen überhaupt kein Geld bekämen. Darauf wolle die Allianz der Ärzteverbände mit ihren Protesten in ganz Deutschland aufmerksam machen. Patienten in ganz Deutschland müssen am Mittwoch deshalb mit geschlossenen Praxen rechnen. Der Ärztefunktionär betonte, die höheren Honorare bedeuteten keine höheren Gehälter. Vielmehr gehe es um einen Ausgleich für Mehrarbeit, Inflation und Kostensteigerungen. "Das, was jetzt zusätzlich reinkommt, dient gerademal dazu, das zu erhalten, was bereits da ist." Jetzt müsse mit den Krankenkassen über feste Preise für ärztliche Leistungen gesprochen werden, damit die Mediziner verlässlich kalkulieren könnten.

"Verhandlungen waren kein Glanzstück"
Nach monatelangem, überaus zähem Ringen hatten sich die KBV und der Krankenkassen-Verband am Abend darauf geeinigt, dass Deutschlands 150.000 Kassenärzte 2013 zwischen 1,15 und 1,27 Milliarden Euro mehr verdienen sollen. Die genaue Summe hängt von weiteren Verhandlungen in den Regionen ab. Die zentrale Schlussrunde dauerte acht Stunden, die Einigung kam aufgrund eines Kompromissvorschlags des neutralen Gesundheitsökonomen Jürgen Wasem zustande. Gesundheitsminister Daniel Bahr bemängelte: "Die Verhandlungen in den letzten Wochen waren leider kein Glanzstück. Die Einigung ist eine tragbare Grundlage für Ärzte, Patienten und Beitragszahler." Die Details würden nun geklärt.

Pro Monat verdienen Kassenärzte im Schnitt 5442 Euro netto - bei großen Unterschieden. Für Ärzte-Honorare stiegen die Kassenausgaben 2011 um gut zehn Prozent auf 33,7 Milliarden Euro.

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