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Gesundheitskongress des WestensBarbara Steffens kritisiert Psych-DRG scharf

Die NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens hat die Einführung der Fallpauschalen in der stationären psychiatrischen Versorgung scharf kritisiert.

"Sie bedeuten einen massiven Qualitätsverlust für eine Reihe von Patienten", sagte sie auf dem Gesundheitskongress des Westens 2013 in Bonn, der in diesem Jahr unter dem Motto "Mehr Qualität in Spitze und Breite" stand. In der Versorgung psychisch Kranker würden viel mehr sektorenübergreifende, integrierte Strukturen gebraucht, die ineinandergreifen. Qualität der Versorgung spielt auch im neuen NRW-Krankenhausplan eine große Rolle. "In manchen Bereich ist es besonders wichtig, Strukturqualität zu fördern", betonte Steffens. Deshalb habe das Gesundheitsministerium zusammen mit anderen Akteuren aus dem Gesundheitswesen Konzepte und Qualitätskriterien für geriatrische, psychiatrische, psychosomatische und neonatologische Versorgung entwickelt.

"Wir brauchen dringend Hausärzte"
"Qualitätskriterien sind ein wichtiger Beitrag zur Versorgungssicherheit", sagte Günter Wältermann, Vorstandsvorsitzender AOK Rheinland/Hamburg. Er forderte die Landesregierung auf, noch viel stärker auf Qualitätsanforderungen zu setzen und eine einheitliche Zertifizierung von spezialisierten Zentren zu fördern. Sorgen bereitet offenbar weiter die medizinische Versorgung auf dem Land. "Wir brauchen dringend Hausärzte, um die Qualität der Basisversorgung zu gewährleisten", beklagte Dr. Peter Potthoff, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein. Viele Hausarztsitze könnten nicht besetzt werden.

Auch Wolfgang-Axel Dryden, 1. Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe, appellierte an die Politik, die Qualität der medizinischen Versorgung vor allem in der Fläche zu fördern. "Ohne die Versorgung in der Fläche kann es Spitzenmedizin nicht geben", sagte er. Auf dem zweitätigen Branchentreffen werden rund 800 hochrangige Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Verbänden und aus der Medizin erwartet.

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