Ein häufig gehörtes Dogma lautet, Krankenhäuser sollten sich gefälligst auf das konzentrieren, was sie wirklich können: die Medizin. Alles andere – ganz, als könnten sie dies nicht – sollten sie externen Profis überlassen – die freilich an diesem Dogma mitverdienen wollen. Nicht alle Krankenhäuser halten sich daran. Sie beliefern Firmenkantinen, Schulen oder Kindergärten mit Schweinerouladen, Käsespätzle und Kaiserschmarrn. Sie waschen und bügeln Bettwäsche oder Handtücher, etwa für Hotels. Sie stellen einem ein Blockheizkraftwerk in den Keller, werden als Consulting-Unternehmen tätig und beraten einen in Fragen wie Energie, Arbeitssicherheit oder Brandschutz. Auch wenn ein Krankenhaus kein Unternehmen ist wie jedes andere: Viele Dienstleistungstöchter deutscher Kliniken sind es inzwischen. Es sind mittelständische Betriebe, die bestehende oder sogar neu entwickelte nicht-medizinische Kompetenzen und Kapazitäten – Technik, Personal, Knowhow – oft leise, aber mit Bedacht und mit konkurrenzfähig hohem professionellem Anspruch vermarkten.
In der nächsten Ausgabe von kma, die am Montag, 2. Juni, erscheint, porträtieren wir einige Dienstleistungstöchter von Krankenhäusern, die am Markt fest etabliert sind. Ein Beispiel: die Fact GmbH, Tochter der katholischen St. Franziskus-Stiftung in Münster. Das im Jahr 2000 gegründete Unternehmen ging aus der Technikabteilung eine einzelnen Krankenhauses, des dortigen St. Franziskus-Hospitals, hervor. Aus dieser Abteilung mit ihren 20 Mitarbeitern ist mittlerweile ein Multidienstleister geworden, der 1.500 Personen oder 924 Vollzeitkräfte beschäftigt und in 21 Geschäftsbereichen Dienstleistungen erbringt – schwerpunktmäßig in den vier nordwestdeutschen Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Hamburg und Bremen, aber auch für Kunden deutschlandweit. Umsatz im jüngsten Geschäftsjahr 2013: gut 72 Millionen Euro.
Lesen Sie mehr in der Titelgeschichte der kma-Ausgabe 06/2014!




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