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Gütesiegel "Energie sparendes Krankenhaus"BUND zeichnet 40. Klinik aus

Mit der Verleihung der Öko-Plakette an drei Berliner Kliniken wird ein neuer Höchststand erreicht. Die größte deutsche Umweltorganisation belohnt damit nachweisbare Anstrengungen bei Energieeffizienz und Klimaschutz.

Das katholische Franziskus-Krankenhaus ist das 39., das diakonische Krankenhaus Bethel das 40. deutschlandweit, das sich am Haupteingang, auf der Website oder auf Briefköpfen mit der Bio-Plakette der größten deutschen Umweltorganisation als ökologisch vorbildlich schmücken kann. Beim anthroposophisch ausgerichteten Gemeinschaftskrankenhaus Havelhöhe wurde das - nur auf Zeit verliehene - Prädikat um weitere fünf Jahre verlängert. Berlin ist damit weiterhin Hochburg von energiesparenden Kliniken, jede vierte prämierte Einrichtung liegt in der Bundeshauptstadt. Hier war das Gütesiegel vor 12 Jahren als zunächst rein regionales Projekt auch geboren worden. Als erste Einrichtung wurde im Jahr 2001 das Evangelische Krankenhaus Hubertus der Paul-Gerhardt-Diakonie ausgezeichnet, das das Gütesiegel als einziges von Beginn an und ununterbrochen trägt. Zwei Drittel der ausgezeichneten Krankenhäuser befinden sich in freigemeinnütziger Trägerschaft, gefolgt von öffentlich-rechtlichen und sowie den privaten.

Bis zu 200.000 Euro Kostenersparnis im Jahr
Die jetzt ausgezeichneten Kliniken belegen ein weiteres Mal, dass sich Umweltbewusstsein rechnen kann: Mit nachhaltigen Konzepten und Energiesparpartnerschaften konnten sie ihre Kosten um mindestens 92.000 Euro und bis zu 200.000 Euro pro Jahr senken. Die deutschen Krankenhäuser insgesamt verschenken dagegen nach Schätzungen des BUND jährlich 600 Millionen Euro, weil sie Energie verschwenden - sei es aus mangelndem Bewusstsein oder aufgrund veralteter technischer Anlagen.

Um das Gütesiegel zu erhalten, müssen Krankenhäuser mindestens zwei der vom BUND aufgestellten vier Kriterien erfüllen. Sie müssen ihren CO2-Ausstoß in den vergangenen fünf Jahren umd mindestens 25 Prozent gesenkt haben. Sie müssen ihren Energiebedarf kontinuierlich verringert haben und ihr Verbrauch muss die Mittelwerte der VDI-Richtline 3807 unterschreiten. Zugleich muss ihr Verbrauch auch längerfristig optimal angelegt sein. Und: Sie müssen hausintern ein Energiemanagement institutionalisiert haben, das Verbrauch, Kosten und Anlagen regelmäßig kontrolliert.

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