Im Rahmen einer Fachtagung stellten Diag und Dip jetzt die Ergebnisse vor rund 60 Experten vor. Das Projekt hat bundesweit vorliegende Konzepte zur Versorgung von Menschen mit Demenz im Krankenhaus analysiert und bewertet. Darüber hinaus fand eine Basisbefragung statt, an der mehr als 130 Chefärzte und 140 leitende Pflegende teilnahmen. Hier konnte ermittelt werden, dass im Durchschnitt auf jeder Station stets zwei Patienten mit einer Nebendiagnose Demenz betreut werden und dass die Bedeutsamkeit des Themas als hoch eingestuft wurde. Als größte Problematik wurde von Ärzten und Pflegenden übereinstimmend beschrieben, dass eine notwendige Bettruhe von den betroffenen Menschen nicht eingehalten wird oder werden kann.
Umgang mit Psychopharmaka kritisch hinterfragen
Auf Grundlage der Ergebnisse konkretisierten die Verfasser der Empfehlung sieben Handlungsfelder. Neben einer Sensibilisierung zum Thema soll die Einbindung der Angehörigen und das Ehrenamt weiter ausgebaut werden. Die bestehende Netzwerkarbeit soll intensiviert und Demenzbeauftragte in die Koordination eingebunden werden, die dazu von anderen Aufgaben befreit werden sollen. Ferner soll der Umgang mit Psychopharmaka kritisch hinterfragt und möglichst standardisiert werden. Darüber hinaus konnten konkrete Bildungsmaßnahmen für verschiedene Zielgruppen benannt werden. Die Handreichung kann unter www.dip.de kostenlos heruntergeladen werden.


Derzeit sind noch keine Kommentare vorhanden. Schreiben Sie den ersten Kommentar!
Jetzt einloggen