Manegold war Chefin der Kärtner Landeskrankenanstalten Betriebsgesellschaft (Kabeg) bis der Aufsichtsrat sie bis Ende Juni entlassen hatte.
Bei der Klage ging es um die Auftragsvergabe für des ehemaligen Landeskrankenhauses LKH-neu, wie der Österreichische Rundfunkt (ORF) berichtet. Manegold hatte den damaligen Direktor des LKH Klagenfurt, Herwig Wetzlinger, und weitere Mitarbeiter verdächtigt, bei der Auftragsvergabe für das LKH-neu die Kabeg finanziell geschädigt zu haben. "Obwohl das Klinikum Klagenfurt fristgerecht und auch ohne Kostenüberschreitung gebaut wurde, zeigte die Kabeg-Chefin verantwortliche Manager bei der Staatsanwaltschaft wegen des Verbrechens der Untreue an", schreibt der ORF.
Hintergrund der Anzeige war eine Bonus-Malus-Vereinbarung zwischen der Kabeg und dem Bauplaner - je nachdem ob die Baukosten eingehalten werden oder nicht. Dieser Vertrag wurde allerdings nachgebessert, indem in einer Zusatzvereinbarung diverse Honorare und Nebenkosten aus der Gesamtrechnung herausgenommen wurden. In der Endabrechnung wurde für die Firma eine Bonuszahlung von mehr als 800.000 Euro fällig.
Die Anzeige wurde abgewiesen, nun wurde auch der von Manegold gestellte Fortführungsantrag für die Ermittlungen am Landesgericht abgewiesen. Die Kabeg habe keinen Beleg für ihren Verdacht einer wissentlichen Schädigungsabsicht vorbringen können, begründete der Richter.
Mittlerweile leitet Manegold eine Orthopädie-Klinik in Frankfurt.


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