Ein Großteil der an Imtech vergebenen Aufträge sei noch nicht abgearbeitet, berichtet der Sender Radio Bremen unter Berufung auf das Klinikum. Mit einem Auftragsvolumen von 25 Millionen Euro ist die Firma demnach maßgeblich am Neubau des Standorts Bremen-Mitte beteiligt. Derzeit sei noch offen, ob der vorläufige Insolvenzverwalter die Arbeit von Imtech auf der Bremer Großbaustelle fortsetzen lassen will und wie sich die Insolvenz auf das Bauprojekt auswirken wird. "Am schlimmsten wäre es jedoch, wenn die Imtech-Subunternehmen ihre Arbeit einstellen würden", wird ein Kliniksprecher zitiert.
Wie schon beim Berliner Flughafen könnten die Schwierigkeiten bei Imtech die anvisierten Fertigstellungs- beziehungsweise Eröffnungstermine auch in Bremen ein weiteres Mal ins Wanken bringen. Nach aktuellem Stand wird der Klinikumsneubau schon jetzt mehr als vier Jahre später fertig werden als geplant.
Probleme auch am UK Düsseldorf
Probleme mit Imtech hat offenbar auch das Uniklinikum Düsseldorf, das jetzt beim Landgericht Düsseldorf gegen den Gebäudetechnikausrüster eine Klage eingereicht hat. Die Uniklinik macht Imtech mit dafür verantwortlich, dass der Neubau des "Zentrums für Operative Medizin II" gut drei Jahre später fertig wurde als geplant und die Kosten von den geplanten 100 Millionen auf 180 Millionen Euro explodierten. Wie die "Rheinische Post" weiter berichtete, schaffte es der Klinikneubau damit im vergangenen Jahr ins Schwarzbuch des Steuerzahlerbundes. Wie am Berliner Flughafen gab es offenbar auch am UK Düsseldorf Probleme mit dem Brandschutz.


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