"Das Spektrum der Erkrankungen ist breiter als in jedem anderen Krankenhaus. Hier begegnen Ihnen Tropenerkrankungen und HIV, aber auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Skorbut oder Krebs. Es ist sehr spannend und herausfordernd", erklärt Woltmann der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung". Auch aufgrund der so unterschiedlichen Charaktere, die nicht immer einfach sind – "vom einfachen Junkie bis zum Patienten mit politisch brisantem Hintergrund", ergänzt Woltmann. Darüber hinaus müssen ethische Fragen geklärt werden. Zum Beispiel, wenn ein Gefangener in den Hungerstreik tritt. Auch Haftfähigkeitsfragen sind zu klären.
Verweildauer von 15,5 Tagen
In dem Krankenhaus arbeiten 12 Internisten, 5 Chirurgen und 3 Anästhesisten, über den Landschaftsverband Westfalen-Lippe auch 5 Psychiater. Hinzu kommen Vertragsärzte wie Orthopäden oder Urologen. Zudem sind 150 Pflegekräfte, 5 Laborkräfte und 5 Röntgenassistentinnen sind im Justizvollzugskrankenhaus beschäftigt. Die durchschnittliche Liegezeit im JVK ist in den vergangenen drei Jahren um zwei Tage auf 15,5 Tage verkürzt worden.


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