Der Präsident des Bundesversicherungsamts, Maximilian Gaßner, bewerte diese Geschäftspraxis als "Verletzung des Kernbereichs der Pflichten einer Krankenkasse", berichtete das Magazin. Die Krankenkasse äußerte sich zunächst nicht zu dem Vorwurf. Die Krankenkasse habe "Frontal 21" bestätigt, dass die Aktivitäten des Vertriebs auf bestimmte Mitgliedergruppen konzentriert seien, um eine ausgewogene Versichertenstruktur zu sichern, hieß es. Ein Vertriebsmitarbeiter sagte laut ZDF: "Eindeutiges Geschäftsziel der KKH Allianz ist: Wir wollen keine chronisch Kranken versichern." Die Kasse sieht sich seit einigen Tagen auch Vorwürfen ausgesetzt, Schwerkranke zur Kündigung gedrängt zu haben.
Nach Angaben des ZDF hat die KKH Allianz inzwischen eingeräumt, das "in Einzelfällen Mitgliedern im Zusammenhang mit der Erhebung von rückständigen Beiträgen auf inakzeptable Art und Weise ein Wechsel der Krankenkasse angeboten worden ist". Der Eindruck, die Kasse würde systematisch einkommensschwache und kranke Versicherte ausgrenzen, treffe nicht zu. Die KKH-Allianz hat rund 1,8 Millionen Versicherte.


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