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Trauer um GesundheitspolitikerKlaus Theo Schröder ist gestorben

Klaus Theo Schröder (64), lange Jahre Staatssekretär im Gesundheitsministerium und zuletzt Schlichter bei der Gematik, ist gestorben.

Schröder starb - wie heute bekannt wurde - bereits am Wochenende. Als beamteter Staatssekretär (2001 bis 2009) im Gesundheitsministerium hatte er das Projekt der elektronischen Gesundheitskarte (EGK) vorangetrieben - gegen heftigen Widerstand aus der Ärzteschaft. Die Einführung der Karte wurde 2004 per Gesetz beschlossen. Umsetzen soll die Einführung die Gematik, deren Gesellschafter die Verbände der Selbstverwaltung - bestehend aus den Verbänden der Ärzte, Kassen und Kliniken - sind. Doch die Einführung der Karte zog sich über Jahre hin. 2010 hat das Gesundheitsministerium die Gematik neu strukturiert. Im April 2010 ist Schröder, der in der Selbstverwaltung großen Respekt genießt, zum Schlichter für die Streitigkeiten rund um die elektronische Gesundheitskarte bestellt worden.

Zudem vermittelte Schröder als Ombudsmann der privaten Krankenversicherer (PKV) bei Streitfällen zwischen Versicherern und Kunden. Der Vorsitzende des PKV-Verbandes Reinhold Schulte drückte sein tiefes Bedauern über den Tod Schröders aus: "Wir haben Dr. Schröder viel zu verdanken. Nach seiner Berufung zum PKV-Ombudsmann zum 1. Januar 2011 hat er sich in kurzer Zeit viele Verdienste und großen Respekt erworben. Sein Einsatz hat maßgeblich dazu beigetragen, dieses Angebot einer neutralen, kostenfreien Schlichtung im Bewusstsein der Privatversicherten zu verankern." Schröder hinterlässt Frau und Kinder.

Hier lesen Sie ein Interview mit Klaus Theo Schröder zur Elektronischen Gesundheitskarte (kma Mai 2011).

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