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Uniklinik GreifswaldKlinikleitung kündigt harten Sparkurs an

Die Verluste des landeseigenen Universitätsklinikums Greifswald fallen deutlich höher aus als erwartet. Nach Informationen des NDR beträgt das Minus für das vergangene Jahr fast 14 Millionen Euro.

Das drittgrößte Krankenhaus in Mecklenburg Vorpommern steckt tiefer in den roten Zahlen als bei der ersten Ankündigung des Verlustes im Februar noch angenommen. Jetzt kämpfe das Klinikum mit einem zweistelligen Millionen-Minus. Die Klinikleitung will mit einem harten Sparkurs gegensteuern, berichtet der NDR. Als Grund für die Verluste nennt die Unternehmensspitze strukturelle Nachteile. So würden Leistungen von den Krankenkassen nicht angemessen vergütet. Etwa werde der universitäre Mehraufwand durch besondere Behandlungsverfahren bei komplizierten Erkrankungen kaum berücksichtigt. Auch seien die Personalkosten wesentlich stärker gestiegen als die Vergütung medizinischer Leistungen durch die Krankenkassen.

Laut NDR weisen Experten allerdings darauf hin, dass das Problem auch hausgemacht sein könnte: Angesichts der Umsatzzahlen von 190 Millionen Euro sei der Personalaufwand zu hoch - in der Vergangenheit seien Tarifsteigerungen zu üppig ausgefallen. Deshalb setzte die Uniklinik jetzt auf einen harten Sparkurs. "Die Ausgaben müssten in allen Bereichen an die Einnahmen angepasst werden, es gehe um Struktur- und Prozessänderungen im gesamten Unternehmen", so NDR weiter. Auch der Stelleabbau sei demnach nicht ausgeschlossen. Die Uniklinik beschäftigt nach eigenen Angaben rund 5.000 Mitarbeiter.

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