Laut der Krankenkase wird derzeit in Deutschland knapp 140.000 Mal pro Jahr Patienten der Blinddarm entfernt. Obwohl die Appendektomie ein Routineeingriff ist, würden bei 5,69 Prozent der behandelten Patienten nach der OP Komplikationen auftreten. "Besonders bemerkenswert sind die Unterschiede zwischen den einzelnen Kliniken", sagt Hans-Joachim Meyer, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie. Meyer ist Mitglied des Panels "Bauchchirurgie", das die wissenschaftlichen Indikatoren erarbeitet hat, um die Qualität der Blinddarm-OPs zu messen. Im besten Viertel der Kliniken kommt es bei jedem 31. Patient zu Komplikationen, während es beim schlechtesten Viertel der Kliniken bei jedem 13. Patienten zu Komplikationen kommt.
Der Auswertung des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) liegen Daten von 103.000 AOK-Versicherten zugrunde, die von 2010 bis 2012 in 946 Kliniken operiert wurden. Der AOK-Krankenhausnavigator ist unter dieser Adresse abrufbar.




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