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FrühchenversorgungKrankenhausgesellschaft macht Front gegen Mindeststandards

Die Krankenhauslobby versucht nach Recherchen des Fernsehmagazins "Report Mainz" eine Richtlinie zu verändern, die für die Versorgung von Frühchen bestimmte Mindeststandards vorschreibt.

Ab 2017 soll sich während der Intensivtherapie nur eine speziell geschulte Krankenschwester um ein Frühchen kümmern – statt heute um bis zu sechs Frühchen. Auch muss sich ein Teil des Pflegepersonals speziell für Intensivpflege fortbilden. Nach "Report"-Recherchen macht die Krankenhauslobby dagegen mobil.

Report Mainz: Link zur Sendung

Die Richtlinie ist nach Meinung von Georg Baum, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), kaum umzusetzen. „Das größte Problem ist die Verfügbarkeit entsprechend qualifizierten Personals.” Das hält Christian Poets, Leiter der Neonatologie Universität Tübingen, für eine Ausrede. Man habe noch einige Jahre Zeit zur Ausbildung von qualifiziertem Personal. Offenbar scheuten einige Kliniken die Kosten. In einem Schreiben, das "Report Mainz" vorliegt, warnt die DKG ganz offen vor "hohen Personalmehrkosten" und fordert "Korrekturen". Im Berliner Gesundheitsministerium spricht man von einer „Abweichung von den vorgeschriebenen Pflegeschlüsseln”.

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