Die Wissenschaftler konnten bei den Keimen aus Krankenhäusern Resistenzen gegen Ampicillin Amoxicillin/Clavulansäure, Gentamicin, Vancomycin, Cloramphnicol und Cefoxitin nachweisen. Einige dieser Keime überstanden demnach offensichtlich die Kläranlage mit einer Chlorierungsstufe. Einer der im Wasser gefundenen Keime war sogar gegen alle neun getesteten Antibiotika resistent. Ähnliche Befunde nennt das Umweltbundesamt bereits im Jahresbericht 1997. Hier heißt es: "Untersuchungen des Umweltbundesamtes zeigen, dass im Ablauf einer Kläranlage noch 1.000 coliforme Keime pro Milliliter nachweisbar sind, von denen 20 Prozent eine sechsfache Antibiotikaresistenz trugen. Diese Zahlen belegen die Relevanz der Kläranlagen bei der Verbreitung antibiotikaresistenter Bakterien in die Umwelt. In welchem Ausmaß diese antibiotikaresistenten Bakterien, durch Einleitung von Abwasser in Badegewässer oder Bewässerung mit Abwasser bei der landwirtschaftlichen Nutzung wieder auf den Menschen übertragen werden und damit direkt oder indirekt zur Problematik antibiotikaresistenter Bakterien bei der Behandlung von Infektionen beitragen, ist bisher wissenschaftlich nicht geklärt."
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