Zometa habe in der Phase-III-AZURE-Studie bei frühem Brustkrebs den primären Endpunkt verfehlt, teilte Novartis am Donnerstag mit. Zometa habe insgesamt im Vergleich zur Standardtherapie keinen beschwerdefreien Überlebensvorteil aufgezeigt.
Als Folge hat Novartis die Zulassungsanträge für Zometa bei der Indikation Brustkrebs im frühen Stadium zurückgezogen. Nun würden zunächst die Resultate der AZURE-Studie ausgewertet und die weiteren Schritte mit den Zulassungsbehörden diskutiert.
Die in der AZURE-Studie zu Tage gekommenen Resultate würden jedoch die Anwendung von Zometa bei anderen Krebsarten nicht beeinträchtigen, wird Hervé Hoppenot, Präsident von Novartis Oncology, in der Mitteilung zitiert. Zometa ist derzeit in über 100 Ländern für die Behandlung von Knochenkomplikationen bei verschiedenen Krebsleiden zugelassen.
Erfreulichere Nachrichten gab es für die Schweizer hingegen von einem anderen Krebs-Medikament. Afinitor (Everolimus) habe gute Resultate in einer Phase-II-Studie in der Behandlung von Brustkrebs gezeigt. Afinitor habe in Kombination mit der hormonalen Therapie Tamoxifen zu Verzögerungen im Wachstum der Tumore geführt.
Dabei seien in der randomisierten Studie bei 61 Prozent der 111 Patienten mit fortgeschrittenem Brustkrebs, welche mit Afinitor in Kombination mit Tamoxifen behandelt wurden, die Tumore während sechs Monaten nicht weiter gewachsen. In der Behandlung mit der Hormontherapie Tamoxifen alleine lag diese Rate bei 42 Prozent. Außerdem sei die Verbreitung des Krebs mit der Afinitor/Tamoxifen-Behandlung um durchschnittlich 8,6 Monate verzögert worden, während mit Tamoxifen alleine die Verzögerung 4,5 Monate betrug.


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