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GKV-Gutachten zum KlinikmarktNur 74 Marktaustritte in 10 Jahren

Ein vom GKV-Spitzenverband in Auftrag gegebenes Gutachten kommt zum Ergebnis, dass es keinen Trend zu vermehrten Schließungen von Krankenhäusern gibt.

Die Autoren Uwe K. Preusker, Markus Müschenich und Sven Preusker haben alle Klinikschließungen der letzten zehn Jahre – also die Dekade der DRG-Einführung - geprüft, erklärt der Kassenverband, der mit der Studie einen Beitrag zur "Versachlichung der Diskussion über die anstehende Strukturbereinigung in der Krankenhauslandschaft leisten" wolle.

Im Durchschnitt hat eine aus dem Markt tretende Klinik 70 Betten
Laut der Autoren ist es in den zehn Jahren zu deutlich weniger Marktaustritten gekommen als bisher angenommen. So weise das Statistische Bundesamt für den Zeitraum 2003 bis 2012 einen Rückgang um insgesamt 204 auf 2.017 Krankenhäuser aus. Laut Studie sind jedoch von diesen 204 nicht mehr in der Statistik geführten Krankenhäusern nur 74 oder gut 36 Prozent auf vollständige Marktaustritte zurückzuführen. Im gesamten Zeitraum seien vor allem kleinere Häuser mit durchschnittlich 70 Betten geschlossen worden. 70 Prozent aller Marktaustritte haben in städtischen Kreisen und kreisfreien Großstädten sowie ländlichen Kreisen mit Verdichtungsansätzen stattgefunden.

Krankenhausplanung hat nur geringen Einfluss
Die häufigste Ursache von Marktaustritten seien langfristige Belegungsprobleme, die zu einer wirtschaftlichen Schieflage führen. Landesplanerische Erwägungen über die Bedarfsnotwendigkeit von Kliniken spielen keine wesentliche Rolle. 2014 ist bisher deutschlandweit nur eine Planinsolvenz im niedersächsischen Dissen zu verzeichen.

Eine Zusammenfassung der Studie finden Sie hier.

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