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Rhön-KlinikumPföhler verlässt Rhön

Vorstandsvorsitzender Wolfgang Pföhler verlässt die Rhön-Klinikum AG zum Jahresende. Nachfolger könnte Martin Siebert werden. Auch Finanzvorstand Erik Hamann geht.

Pföhler gehe auf eigenen Wunsch, heißt es in einer Mitteilung. Ein Nachfolger steht noch nicht fest. Auch Finanzvorstand Erik Hamann verlässt das Unternehmen, allerdings schon Ende dieses Monats, „um sich einer neuen beruflichen Herausforderung zuzuwenden”, wie es in der Konzernmitteilung heißt. Der Aufsichtsrat schickt aus den eigenen Reihen Jens-Peter Neumann, um Hamann übergangsweise zu ersetzen. Investmentbanker Neumann arbeitete zuletzt als Global Head of Capital Markets bei Dresdner Kleinwort. Er war vor drei Jahren in die Schlagzeilen geraten, als er von der Commerzbank erfolgreich einen Bonus von drei Millionen Euro für das Krisenjahr 2008 und eine Abfindung von 1,5 Millionen Euro einklagte, schreibt das "Handelsblatt". Ein möglicher Nachfolger Pföhlers ist Martin Siebert (51). Der langjährige Asklepios-Manager war zuletzt Vorstandschef der Median-Kliniken und übernimmt Anfang Oktober einen Vorstandsposten bei Rhön. Ein Vorstandsressort hat ihm der Konzern bisher noch nicht zugewiesen. Rhön erklärte nur, man wolle Pföhlers Nachfolge bis zum Jahresende klären.

Pföhler galt als beschädigt
Der Rhön-Konzern hat turbulente Monate hinter sich: Im April kündigte der Medizinkonzern Fresenius, zu dem Rhön-Konkurrent Helios gehört, ein Übernahmeangebot für den Rhön-Konzern an. Eugen Münch, Rhön-Gründer und Aufsichtsratschef, begrüßte das Angebot. Von Pföhler war in dieser Zeit wenig zu hören, er galt seitdem für viele Insider als beschädigt. Aus dem Fresenius-Umfeld hieß es, Helios-Chef Francesco de Meo solle einen aus Rhön und Helios geschmiedeten Großkonzern leiten. Der Übernahmeversuch scheiterte jedoch, weil die Fresenius-Konkurrenten Sana, Asklepios und B.Braun so viele Aktien kauften, dass eine Übernahme der angekündigten 90 Prozent plus eine Aktie misslang.

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Abgang nach sieben Jahren
Pföhler (59) ist seit Januar 2005 für die Rhön-Klinikum AG tätig, zunächst im Vorstand, seit Juli als Vorstandsvorsitzender. Der Betriebswirt war von 1975 bis 1980 Mitglied des Gemeinderats von Mannheim. Danach ging er für ein Jahr als Projekt-Manager zu Bilfinger & Berger. Von 1981 bis 1997 war Pföhler Bürgermeister der Stadt Mannheim, ab 1997 bis 2005 alleiniger Geschäftsführer der Uniklinik Mannheim. Seit 1987 war er Mitglied der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft in unterschiedlichen Positionen, von 1996 bis 1997 Vizepräsident der deutschen Krankenhausgesellschaft, danach Präsident.

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