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TarifverhandlungenSana und Verdi werden sich nicht einig

Sana hat in Düsseldorf in der dritten Verhandlungsrunde mit Verdi zwei Prozent mehr Lohn geboten. Das ist eine geringere Erhöhung als bei den Angestellten im öffentlichen Dienst. Verdi lehnt das Angebot von Sana deshalb ab.

Die Verdi-Verhandlungsführer wollten das Angebot der Arbeitgeberseite nicht annehmen und haben den Verhandlungstisch verlassen. Auch das verbesserte Angebot sei für die Gewerkschaft nicht akzeptabel gewesen, sagt Sana-Sprecher Tino Kessler-Thönes laut "RP online". "Wir fordern die gleichen Bedingungen, die auch bei den Kollegen im öffentlichen Dienst gelten. Und das heißt 2,8 Prozent mehr Gehalt und nicht zwei Prozent", so Röhrhoff. Daher habe die Tarifkommission beschlossen, das Angebot nicht anzunehmen.

Möglicherweise Warnstreiks im Januar
Sana strebt einen Haustarifvertrag bis zum 31. Dezember 2015 an. Dieser mache keine Unterschiede zwischen den Beschäftigten in den Krankenhäusern und den Seniorenheimen in der Stadt. Eine solche Ungleichbehandlung hat Verdi im Vorfeld dieser Tarifrunde scharf kritisiert. Ein erster Vorschlag hätte für die Beschäftigten der Seniorenheime eine bis zu 300 Euro niedrigere Bezahlung vorgesehen. "Außerdem haben wir den Gewerkschaftern angeboten, dass jeder bei Verdi organisierte Mitarbeiter zwei Tage Extra-Urlaub, also insgesamt 32 Tage pro Jahr, erhält", sagte Kessler-Thöne auf Anfrage. Diese Regelung ist Teil des Manteltarifvertrages. Diesen in den Düsseldorfer Einrichtungen gelten zu lassen, lehnt Klinikbetreiber Sana weiter ab.

Komme, was wolle: Sana zahlt zwei Prozent mehr
Ab 1. Januar will Sana seinen Düsseldorfer Mitarbeitern zwei Prozent mehr bezahlen, und zwar unabhängig davon, dass die Tarifverhandlungen gescheitert sind. Verdi-Sekretär Stefan Röhrhoff begrüßt dies. Doch der Arbeitskampf solle fortgesetzt werden. Im Januar seien weitere Maßnahmen vorgesehen, bis hin zu Warnstreiks, sagte Stefan Röhrhoff weiter.

Stadtrat unterstützt Mitarbeiter-Forderungen
Der Stadtrat hatte Mitte November eine Resolution zur Unterstützung der Mitarbeiter in den Düsseldorfer Sana-Kliniken verabschiedet. Der Antrag, den die SPD und die Grünen eingebracht hatten, wurde mit den Stimmen der Opposition und elf der 39 CDU-Ratsmitglieder angenommen. Vorher war CDU-Fraktionschef Friedrich Conzen mit dem Versuch gescheitert, den Antrag auf die nächste Ratssitzung zu verschieben, damit sich seine Fraktion weiter beraten kann. Der Stadt gehören 49 Prozent der Anteile.

Betroffen von der Tarifauseinandersetzung sind die Beschäftigten in den Sana-Krankenhäusern in Gerresheim und Benrath sowie in verschiedenen Senioreneinrichtungen, insgesamt rund 1000 Mitarbeiter.

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