In der Orangerie des Grand Hotels Heiligendamm könnten bald gestresste Manager behandelt werden. Der Gläubigerausschuss des Grandhotels hat dem Verkauf des Komplexes an die Berliner Median Kliniken zugestimmt, berichtet die Immobilienzeitung. Zuvor hatten beide Seiten demnach eine grundsätzliche Einigung über den Verkauf der Orangerie erzielt. Bis spätestens Ende April sollen noch offene Punkte geklärt und der Verkauf abgeschlossen sein.
Median will aus der Orangerie eine Fünf-Sterne-Rehaeinrichtung machen und damit die bestehende Klinik in der Nachbarschaft des Hotels ergänzen. Geplant ist, einen siebenstelligen Betrag in den Umbau zu investieren und dann vor allem überarbeitete Führungskräfte zu behandeln. Median gehört zum US-Finanzinvestor Advent, der das Unternehmen stark ausbauen will.
Allerdings wäre der Verkauf der Orangerie nur ein erster kleiner Schritt bei der Verwertung des Grandhotels Heiligendamm insgesamt. Mit 24 Zimmern und Suiten stellt die Orangerie nur einen kleinen Teil des Ensembles mit ursprünglich 204 Zimmern dar. Bereits vor der Insolvenz des Hotels wurde nach einem Käufer für die Orangerie gesucht, nach der Insolvenz nahm Insolvenzverwalter Jörg Zumbaum sie aus dem Tagesgeschäft.
Die Zukunft des Hotels selbst bleibt weiter offen. Eigentlich wollte Zumbaum bis Ende Juli letzten Jahres einen Käufer präsentieren. Im Oktober schien dann eine Lösung in greifbarer Nähe, da Median ursprünglich das gesamte Ensemble übernehmen wollte, der Klinikbetreiber sein Interesse aber später doch nur auf die Orangerie beschränkte.


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