Er tritt das Amt im Februar an. Als Konsequenz aus den Manipulationen bei der Organvergabe an den Universitätskliniken Göttingen und Regensburg soll die DSO umfassend umstrukturiert werden. Dazu wurde kürzlich der ehemalige Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses von Ärzten, Kassen und Kliniken, Rainer Hess, in den Vorstand berufen. Dieser soll die private Stiftung zu einer Einrichtung mit stärker öffentlich-rechtlichem Charakter umformen. Hess übernimmt das Amt zum 1. Januar für ein Jahr. Biet wird nach Angaben der Stiftung für die Bereiche Personal, Finanzen, Vertragswesen und Einkauf sowie Controlling und EDV verantwortlich sein. Sein Vorgänger Thomas Beck war im April zurückgetreten, nachdem in einem anonymen Schreiben an das Bundesgesundheitsministerium von Vetternwirtschaft, Selbstbedienungsmentalität und einem autoritären Führungsstil die Rede gewesen war. Eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft war den Vorwürfen nachgegangen und hatte ein Gutachten verfasst, das im Gesundheitsausschuss besprochen, aber nicht publiziert wurde.
Nach Bekanntwerden der Unregelmäßigkeiten an den Unikliniken waren die Rufe nach mehr Kontrolle des gesamten Transplantationswesens laut geworden. Die DSO ist zuständig für die Organspenden, nicht aber für die Vergabe der Organe. Auch Bund und Länder sollen künftig im Stiftungsrat vertreten sein.


Derzeit sind noch keine Kommentare vorhanden. Schreiben Sie den ersten Kommentar!
Jetzt einloggen