Das berichtet die "Bild-Zeitung". Im vergangenen Jahr seien 32.548 ausgebildete Mediziner aus dem Ausland gemeldet gewesen, schreibt die Zeitung unter Berufung auf die Bundesärztekammer. Von ihnen seien 28.310 berufstätig, die meisten davon - 22.382 - in Krankenhäusern. Zehn Jahre zuvor waren demnach 16.160 ausländische Mediziner gemeldet, von denen 13.180 berufstätig waren. Ohne sie könnten einige Häuser"den Betrieb mancher Stationen nicht aufrecht erhalten", sagte etwa der sächsische Kammerpräsident Jan Schulze der "Ärzte Zeitung".
Kommunikationsprobleme häufen sich
Laut Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) sind an den Kliniken aktuell 12.000 Ärzte-Stellen unbesetzt. Weitere Studien befürchteten, dass es bis zum Jahr 2020 sogar 56.000 sein könnten. Weil viele der ausländischen Ärzte nicht gut genug Deutsch sprechen, drängt die Bundesärztekammer (BÄK) nun auf einheitliche Sprachtests. "Die Verständigungsprobleme nehmen mit dem Anstieg der ausländischen Ärzte weiter zu. Wir brauchen dringend einheitliche Sprachkursregelungen", sagte Günther Jonitz, Vorstandsmitglied der BÄK. Gemeinsam mit dem MB fordert die Kammer eine Verschärfung der geplanten Verordnung der Bundesregierung, die unter anderem Vorgaben dazu macht, wie Ausländer sich in Gesundheitsberufen ihre Examen anerkennen lassen können. Der Entwurf müsse einheitliche Vorgaben für Sprachnachweise machen.
Singhammer unterstützt Ärzteverbände
CSU-Fraktionschef Johannes Singhammer signalisiert in der "Süddeutschen Zeitung" Unterstützung: "Wir müssen in Deutschland sicherstellen, dass Patient und Arzt sich ganz wörtlich genommen verstehen." Die Sprache dürfe nicht "al Gusto" in den Bundesländern unterschiedlich geprüft werden. Derzeit sind die Kontrollen für B2 - das Sprachniveau, das ausländische Ärzte erreicht haben müssen - unterschiedlich streng. Die Verbände fordern neben einheitlichen Standards auch Tests für ärztliche Fachsprache.


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