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Krankenhausstatistik 2012Zahl der Kliniken sinkt auf 2017

Weniger Krankenhäuser und Betten, mehr Patienten und Mitarbeiter: Dies sind die zentralen Trends, die sich aus den aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts für das vergangene Jahr ableiten lassen.

Wurden im Jahr 2011 noch 2.045 Krankenhäuser gezählt, so waren es im Jahr 2012 2.017 - 28 weniger. Die Zahl der Planbetten reduzierte sich im selben Zeitraum um gut 500 auf 501.489.
Stärkste Trägergruppe sind die Freigemeinnützigen, die 35,6 Prozent der Krankenhäuser betreiben, knapp gefolgt von den privaten mit 34,5 Prozent und den öffentlichen mit 29,7 Prozent. Nimmt man die Zahl der Patienten als Maßstab, liegen die öffentlichen Träger unangefochten an der Spitze. Sie behandelten mit 9,1 Millionen knapp die Hälfte der 18,6 Millionen Patienten. Auf die freigemeinnützigen Häuser entfielen knapp 6,1 Millionen und auf die privat geführten gut 3,1 Millionen Behandlungsfälle.

Nach wie vor steht auch annähernd jedes zweite Bett (47,9 Prozent) in einem Krankenhaus eines öffentlichen Trägers. Der Anteil der Krankenhausbetten in privater Trägerschaft nimmt jedoch weiterhin stetig zu (2012: 18,0 Prozent), während der Anteil der Betten in freigemeinnützigen Häusern sinkt (2012: 34,1 Prozent).

Bettenauslastung stabil
Mit 77,4 Prozent lag die Bettenauslastung 2012 geringfügig über dem Vorjahresniveau (77,3 Prozent). Öffentliche Krankenhäuser erreichten mit 78,9 Prozent die höchste Auslastung. In privaten Häusern lag die Bettenauslastung bei 76,1 Prozent, die Betten in freigemeinnützigen Krankenhäusern waren zu 75,9 Prozent ausgelastet. Das Patientenvolumen stieg im erfassten Zeitraum um 1,5 Prozent. Die durchschnittliche Verweildauer betrug 7,6 Tage (2011: 7,7 Tage).

Rund 852.000 Vollkräfte waren 2012 in der akuten Krankenversorgung tätig. Knapp 143.000 Vollkräfte gehörten zum ärztlichen Dienst und 709.000 zum nichtärztlichen Dienst, darunter allein 313.000 Vollkräfte im Pflegedienst (2011: 311.000). Die Zahl der im Krankenhaus beschäftigten Vollkräfte nahm im Vergleich zum Vorjahr im ärztlichen um 2,7 Prozent, im nichtärztlichen Dienst um 3,3 Prozent zu.

Mehr Behandlungsfälle auch bei Rehakliniken
Im Bereich der Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen nahmen im Berichtsjahr knapp zwei Millionen Patientinnen und Patienten eine stationäre Behandlung in Anspruch. Das waren 2,1 Prozent Behandlungsfälle mehr als im Vorjahr. In 1.215 Vorsorge- oder Reha-Einrichtungen standen rund 169.000 Betten zur Verfügung. Anders als bei den Akutkrankenhäusern sind bei Vorsorge und Reha private Träger die größten Anbieter: Hier standen fast zwei Drittel aller Betten oder 65,9 Prozent, Einrichtungen eines öffentlichen Trägers verfügten hingegen nur über 18,1 Prozent der Betten. Den geringsten Anteil hatten freigemeinnützige Einrichtungen mit 16,0 Prozent des Bettenangebots.

Die Bettenauslastung im nicht-akutstationären Sektor lag mit 81,0 Prozent um 2,3 Prozentpunkte über der des Vorjahres (78,7 Prozent). Öffentliche Einrichtungen hatten mit 90,8 Prozent die höchste Bettenauslastung, private Einrichtungen mit 78,0 Prozent die niedrigste. Gut 8. 000 Vollkräfte im ärztlichen Dienst und 84 000 Vollkräfte im nichtärztlichen Dienst – darunter 21.000 Pflegevollkräfte – versorgten 2012 die vollstationären Patientinnen und Patienten in den Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen.

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