Der Expertenbeirat unterstützt den Innovationsausschuss beim Gemeinsamen Bundesausschuss bei der Durchführung der Förderung aus dem Innovationsfonds. Der Fonds wurde im vergangenen Jahr ins Leben gerufen, um die bundesweite Versorgung der Patienten zu verbessern. Mit ihm sollen neue Versorgungsformen und die Versorgungsforschung in den Jahren 2016 bis 2019 mit jährlich 300 Millionen Euro gefördert werden.
"Die Versorgungsforschung untersucht die letzte Meile, also das, was von der Medizin wirklich beim Patienten ankommt", betont Holger Pfaff. "Dabei schaffen wir einen Abgleich zwischen dem, was die Wissenschaft herausgefunden hat, die Medizin anordnet und der Patient vor Ort damit macht." Die Versorgungsforschung habe sich in den vergangenen Jahren als wissenschaftliche Disziplin etabliert. Sein Team untersuche die Versorgung von Einzelnen und der Bevölkerung mit gesundheitsrelevanten Produkten und Dienstleistungen im Alltag.
"Nur durch eine gute Zusammenarbeit der verschiedenen Fachdisziplinen und Berufsgruppen kann aus einzelnen Spitzenleistungen eine überzeugende Mannschaftsleistung werden", sagte Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) zur Konstitution des neuen Expertenbeirats. "Der Beirat wird den Innovationsausschuss mit Sachverstand aus Wissenschaft und Versorgungspraxis unterstützen." Das nutze den Patienten, aber auch allen an der Behandlung Beteiligten, betonte Gröhe. "Denn durch Abstimmung und Zusammenarbeit können Doppeluntersuchungen vermieden und Behandlungslücken geschlossen werden."


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