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WissenschaftJahn tritt neue Professur für Pflegeforschung der Unimedizin Halle an

Patrick Jahn hat die Professur „Versorgungsforschung Pflege im Krankenhaus“ an der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg angetreten. Sie ist Teil einer bundesweiten Initiative für Pflegeforschung und deren Anwendung.

Prof. Dr. Patrick Jahn
Unimedizin Halle
Prof. Dr. Patrick Jahn, Professor für Versorgungs- und Pflegeforschung im Krankenhaus, Medizinische Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Prof. Dr. Patrick Jahn hat am 1. Juli 2020 die Professur „Versorgungsforschung Pflege im Krankenhaus“ an der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg angetreten. Bis zu seiner Rufannahme als Professor für Versorgungsforschung an die Universität Tübingen hat er bereits an der Universitätsmedizin Halle gearbeitet und die Stabsstelle Pflegeforschung geleitet. Nun kehrt Jahn in die Saalestadt zurück und verstärkt den wissenschaftlichen Schwerpunkt „Epidemiologie & Pflegeforschung“ der halleschen Universitätsmedizin.

Bundesweite Schnittstelle für Pflegeforschung

Mit der Professur soll eine Schnittstelle geschaffen werden, Erkenntnisse aus der Versorgungs- und Pflegeforschung in die akut-stationäre Praxis einfließen zu lassen, insbesondere in den halleschen Schwerpunkt-Bereichen Onkologie, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Altersmedizin. Dabei werden bundesweit einmalig für pflegewissenschaftliche Professuren Aufgaben von Lehre und Forschung mit Krankenversorgung kombiniert. In diesen Bereichen hat Jahn bereits über viele Jahre an diversen Forschungsprojekten mitgearbeitet oder diese geleitet. „Mit meinen wissenschaftlichen Schwerpunkten Symptommanagement bei Tumorpatientinnen und -patienten und Autonomieförderung bei älteren und chronisch kranken Menschen habe ich sehr viele Anknüpfungspunkte innerhalb der halleschen Universitätsmedizin“, so Jahn.

„Erkenntnisse allen Akteuren in den Gesundheitsberufen zugänglich machen“

Konkret gehe es ihm darum, zu untersuchen, inwieweit Bewegung und Ernährung die Verträglichkeit einer Chemotherapie und die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten positiv beeinflussen oder robotergestützte Systeme dazu beitragen können, dass Menschen möglichst lange in der eigenen häuslichen Umgebung wohnen und unterstützt werden können „Mein Ziel ist es, die Erkenntnisse aus der Wissenschaft nicht nur Ärztinnen und Ärzten, sondern allen Akteuren in den Gesundheitsberufen zugänglich zu machen und durch Forschung und Entwicklung auch wirtschaftliche Impulse zu setzen“, so Jahn.

Prof. Patrick Jahn ist ausgebildeter Krankenpfleger, hat als solcher unter anderem auch in Israel gearbeitet und danach an der Medizinischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und McMaster University Hamilton, Ontario, Kanada, Pflege- und Gesundheitswissenschaften studiert. Das Studium schloss er 2006 ab und arbeitete danach zunächst als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Gesundheits- und Pflegewissenschaft der Medizinischen Fakultät und in der Pflegedirektion des Universitätsklinikums Halle. 2010 übernahm er die Leitung der Stabsstelle Pflegeforschung, 2011 folgte die Promotion.

„Im Rahmen meiner Professur möchte ich neben der Internationalisierung auch die Entwicklung neuer Interventionsvarianten insbesondere auch als Weiterentwicklung des Krukenberg Krebszentrums vorantreiben. Noch bis 2025 läuft das von mir geleite und mit acht Millionen Euro vom BMBF im Rahmen des WIR! Programms geförderte Projekt 'Translationsregion für digitalisierte Gesundheitsversorgung', in dem wissenschaftliche, soziale und wirtschaftliche Innovationen zusammengeführt werden können und durch das ein neues regionales Profil im Strukturwandel entstehen kann“, sagt Jahn. 

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