
Seit 2020 ist das BG Klinikum Bergmannstrost Halle Teil des europaweiten Projektes Magnet4Europe mit dem Ziel, als Magnetkrankenhaus noch anziehender für Patienten und Mitarbeitende zu werden und hohe Standards der professionellen Pflege zu ermöglichen. Auf der europäischen Konferenz Magnet4Europe Learning Collaborative in Cork, Irland, im Mai 2022 präsentierte die Arbeitsgruppe rund um das Bergmannstrost die Lösung eines deutschen Magnet-Problems: das Fehlen einer nationalen Datenbank, die die Vergleichbarkeit der Häuser ermöglicht. Für die Präsentation erhielt das Team die Auszeichnung als bester Beitrag der Konferenz.
Marion Kühn, Abteilungsleiterin für strategisches Personalmanagement im Bergmannstrost und Magnet-Projekt-Koordinatorin des Klinikums, erläutert: „Um die derzeit 20 Magnet-Krankenhäuser in Deutschland miteinander vergleichen zu können und damit den deutschen Magnetweg überhaupt fortzusetzen zu können, braucht es ein nationales Benchmarking für pflegerelevante Aspekte. Wir mussten feststellen, dass es ein solches Tool schlicht nicht gibt. Weder können wir auf eine nationale Datenbasis zurückgreifen, noch stellt die Magnet4Europe-Studie ein entsprechendes Instrument zur Verfügung. Selbermachen schien uns darum der einzige Weg zum Erfolg.“
Bereits zehn Kliniken Teil der Initiative
Gemeinsam mit dem Deutschen Herzzentrum Berlin, dem Klinikum Bremerhaven, dem Kreisklinikum Reutlingen und den Universitäts- und Rehabilitationskliniken Ulm und in Zusammenarbeit mit dem BQS-Institut konnte in den vergangenen Monaten eine Daten- und Kriterienliste für die Vergleichbarkeit entwickelt werden – zunächst am Beispiel der Pflegebereiche Dekubitus und Sturz. Erfasst werden u.a. Daten zur Zufriedenheit von Pflegekräften und Patienten sowie zu pflegerelevanten Ergebnissen. Im Fokus steht dabei auch die Einhaltung der Kriterien, die von der amerikanischen Pflegeorganisation ANCC vorgegeben sind.
Im nächsten Schritt wurden andere deutsche Magnet-Krankenhäuser eingeladen, sich der „Initiative B-IN Pflege“ anzuschließen. Mehr als zehn Kliniken hätten bisher zugesagt, darunter auch große Universitätskliniken, so Pflegedienstleiter Ronny Czäczine, der im Bergmannstrost gemeinsam mit Marion Kühn an dem Thema arbeitet.





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