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Gesetzesänderung geplantÄrzte sollen schneller ihre Approbation verlieren können

Ärzte sollen bei Rechtsverstößen besser verfolgt werden können.

Dazu sollen die Kassenärztlichen Vereinigungen laut einer geplanten Gesetzesänderung künftig Informationen über Abrechnungsbetrug oder anderes unzulässiges Verhalten an die Behörden und Ärztekammern liefern dürfen. "Berufsrechtlich von Bedeutung sind insbesondere Verstöße gegen die in den Berufsordnungen geregelten Berufspflichten der Ärzte, Zahnärzte und Psychotherapeuten", heißt es im Gesetzentwurf. Mehr Ärzte könnten als Folge ihre Approbation verlieren.

Ruf des Ärztestandes schützen
Ende des vergangenen Jahres war in Heilbronn ein niederländischer Neurologe aufgeflogen, dem Kunstfehler vorgeworfen werden, und auch die Skandale bei der Organspendevergabe haben den Ruf des Ärztestandes verschlechtert. Die Ärzte-Organisation Marburger Bund fordert die Einrichtung eines zentralen Registers - um Patienten zu schützen, aber auch den Ruf des Ärztestandes.

Bei den Heilbronner SLK-Kliniken ist derweil ein weiterer Missstand aufgedeckt worden. Nach der Affäre um den niederländischen Skandalarzt, ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen einen weiteren ehemaligen Arzt, der im Krankenhausverbund beschäftigt war. Er soll an der Klinik am Plattenwald in Bad Friedrichshall ohne gültige Approbation gearbeitet haben, wie der Sprecher der Anklagebehörde bestätigte.

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