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Zwiefalten-SkandalBaden-Württemberg will Maßregelvollzug ändern

Nach der Flucht von acht Straftätern innerhalb von vier Monaten aus der Psychiatrie in Zwiefalten (Kreis Reutlingen)soll es Änderungen im Maßregelvollzug des Landes geben.

Erst Mitte April 2013 ist ein weiterer Straftäter aus der Psychiatrie in Zwiefalten ausgebrochen. Chefärzte und Pflegedienstleiter aller Kliniken des Maßregelvollzugs haben sich deshalb in Stuttgart mit Vertretern des Sozialministeriums getroffen. Es sei über die aktuelle Situation in Zwiefalten, aber auch über die in den anderen Kliniken gesprochen worden, sagte ein Sprecher von Sozialministerin Katrin Altpeter (SPD) den "Stuttgarter Nachrichten".

Konsequenterer Umgang mit therapieunwilligen Straftätern
Am 8. Mai soll bei einem weiteren Treffen mit Vertretern des Justizministeriums die Frage der Fehleinweisungen beraten werden. "Die Psychiatrien sollen künftig mehr über ihre Patienten erfahren, bevor sie kommen", sagte Altpeters Sprecher. Außerdem soll es Änderungen bei der Rückverweisung von therapieunwilligen Straftätern ins normale Gefängnis geben. Während bisher von der Entscheidung bis zum Vollzug manchmal Monate vergehen, in denen sich die Betroffenen Gedanken über einen Ausbruch machen können, soll es künftig schneller gehen. "Wir wollen, dass man nicht warten muss, bis die Entscheidung rechtskräftig wird, sondern sie wie in Bayern vorläufig vollziehen kann", sagte der Sprecher.

In Zwiefalten wird die Videoüberwachung ausgebaut
Die Klinik in Zwiefalten will unabhängig vom aktuellen Fall die Sicherheit weiter erhöhen. Dafür sind Investitionen von einer halben Million Euro vorgesehen. Damit soll unter anderem die Videoüberwachung ausgebaut werden. Außerdem soll es zusätzliche Zimmer geben, in denen Patienten auch über mehrere Tage eingeschlossen werden können. Die Pläne beinhalten zudem einen Umbau der Räume, in denen die Patienten Besucher empfangen können, sagte der Chefarzt der forensischen Psychiatrie, Hannes Moser, der "Stuttgarter Zeitung".

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