So sollen an allen sechs bayerischen Transplantationszentren künftig drei Ärzte verschiedener Fachbereiche im Sechs-Augen-Prinzip über die Aufnahme von Patienten in die Warteliste für Spenderorgane entscheiden. Außerdem soll eine unabhängige Expertengruppe die Transplantationszentren begutachten. Die Fachleute sollen die Wartelisten überprüfen und mögliche Schwachstellen herausfinden.
Sechs-Augen-Prinzip in Bayern
"Bayern nimmt seine Verantwortung für die Transplantationsmedizin sehr ernst", erklärten Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch (FDP) und Gesundheitsminister Marcel Huber (CSU) am Montag in einer Pressemitteilung. "Es darf keinen Spielraum für Manipulationen jeglicher Art mehr geben", betonte Huber.
Die Staatsregierung hofft, dass mit besserer Kontrolle das Vertrauen der Bürger in die Transplantationsmedizin wiederhergestellt wird. Anlass sind die mutmaßlichen Manipulationen eines Oberarztes, der in Regensburg und Göttingen tätig war. Er soll die Labordaten seiner Patienten gefälscht haben, damit diese auf der Warteliste für eine neue Leber nach vorn rutschten und somit schneller eine neue Leber bekamen.


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