Die 58-Jährige habe aus persönlicher Betroffenheit einen Stein ins Rollen gebracht und für ein Anliegen gekämpft, das über ihre eigenen Belange weit hinausgehe, betonte das Thüringer Sozialministerium. Ihr Einsatz für Hanf als schmerzstillendes Heilmittel habe die demokratische Kultur gefördert, hieß es weiter.
Die Frau aus dem Landkreis Sonneberg hatte verbotene Hanfpflanzen angebaut und sich dann selbst angezeigt, um auf deren Heilwirkung aufmerksam zu machen. Seit einer Krebserkrankung leidet sie nach eigenen Angaben unter Dauerschmerzen. Ein hanfhaltiges Medikament, das ihr hilft, wurde von den Kassen nicht bezahlt. Einen Strafbefehl über mehrere hundert Euro, den sie nach der Selbstanzeige erhielt, hatte Ute Köhler bewusst nicht bezahlt. Sie legte es auf einen Prozess an, um die Öffentlichkeit auf ihr Problem hinzuweisen.


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