Im vergangenen Jahr hatten laut Umfrage 46,2 Prozent der Klinikmanager von Allgemeinkrankenhäusern (mit Universitätskliniken, ohne Fachkrankenhäuser) mit einem negativen Jahresabschluss gerechnet. Das traf fast punktgenau zu: 46,1 Prozent schlossen 2012 mit einem Defizit ab. In beiden Mitgliederbefragungen wird aber auch deutlich, dass der Anteil dieser defizitären Krankenhäuser mit zunehmender Bettenzahl abnimmt. Je größer, desto wirtschaftlich stabiler sind sie. Bei den Allgemeinkrankenhäusern der Grundversorgung mit weniger als 250 Betten dagegen schlossen sogar 53 Prozent mit einem Defizit ab. "Da die Investitionsförderung der Länder nachweislich zum Erhalt der Substanz nicht ausreicht, werden notwendige Investitionen immer häufiger aus dem erwirtschafteten Betriebsergebnis finanziert. Eine Umsatzrentabilität von mindestens vier Prozent ist notwendig, um die Infrastruktur zu erhalten", erklärte VKD-Präsident Josef Düllings. "Nach unserer Umfrage lag der Anteil der Häuser, die diesen Wert erreichten, bei gerade einmal 11,6 Prozent! Damit ist nur eins von zehn Krankenhäusern in Deutschland überhaupt in der Lage, seine Zukunft aus eigener Kraft zu sichern."
Warten auf die Reform
Für 2013 zeichnet die Befragung ein ähnlich düsteres Bild. Für alle Krankenhäuser, einschließlich der Fachkrankenhäuser und psychiatrischen Kliniken, lag der Anteil mit einem Defizit bei 39,5 Prozent. Die Fachkrankenhäuser schnitten aufgrund ihrer Spezialisierung noch am besten ab – 15,8 Prozent wiesen ein Defizit aus. Düllings beklagt: Die Mechanik des DRG-Systems macht kleine Grundversorger kaputt". Sein Verband fordert die massive Ausweitung der Sicherstellungszuschläge, die bisher nur wenige ländliche Krankenhäuser bekommen. Die Politik hält sich mit Versprechen zurück. Klar scheint zu sein, dass es nach der Wahl eine Reform der Klinikfinanzierung geben wird.


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