Das sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Saarbrücken. Zahlreiche Zeugen müssten vernommen und Gutachten geschrieben werden. Die Vorgänge in einem Altenheim der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Elversberg hatten im vergangenen Sommer über die Grenzen des Landes hinaus für Schlagzeilen gesorgt. Die Staatsanwaltschaft hatte im Juni Ermittlungen gegen zwei Pfleger wegen Körperverletzung aufgenommen, gegen einen der beiden auch wegen fahrlässiger Tötung.
Die damals 35 und 25 Jahre alten Männer werden beschuldigt, ein halbes Jahr lang rund ein Dutzend hilfloser alter Menschen misshandelt zu haben, zwei Patienten sollen an den Folgen gestorben sein. Der 35-Jährige soll einem Patienten oder einer Patientin eine tödliche Überdosis Morphium verabreicht und eine Frau ohne Narkose operiert haben, sie starb am folgenden Tag.
Der Fall hatte große Betroffenheit ausgelöst. Als Konsequenz setzte die AWO einen Ombudsmann ein. Er soll am 1. Mai als Pflegebeauftragter, der erste unabhängige Mittler seiner Art in einem Bundesland, die Arbeit aufnehmen. Ansprechpartner ist er dann für mehr als 35.000 Patienten, deren Angehörigen und für das Pflegepersonal.


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