In dem Konflikt um Forderungen der Mitarbeiter nach mehr Personal und besseren Arbeitsbedingungen hat die Gewerkschaft alle Beschäftigten sämtlicher Charité-Standorte zu einem unbefristeten Streik aufgerufen. Außerdem plant Verdi ab übernächster Woche zusätzliche, zum Teil bundesweite Protestaktionen.
Es geht vor allem um die Arbeitssituation
Jäger sagte, die Zahl der Stationen, an denen wegen der Arbeitsniederlegung die Versorgung der Patienten nicht mehr gewährleistet werden könne und die deshalb geschlossen werden müssten, liege voraussichtlich im zweistelligen Bereich. Verdi-Betriebsgruppenführer Carsten Becker betonte, dass viele eigentlich streikwillige Mitarbeiter weiterarbeiten würden. "Die Rettungsstellen werden nicht komplett schließen. Auch Entbindungen werden weiter möglich sein", sagte Becker.
In dem Konflikt geht es vor allem um die Arbeitssituation an der Universitätsklinik. Mitarbeiter beklagen eine zu dünne Personaldecke und eine sehr hohe Belastung. Die Gewerkschaft fordert eine Mindestbesetzung und einen verbindlichen Gesundheitsschutz. Dabei gehe es nicht nur um die außerordentlich belasteten Pflegekräfte, sondern um alle Beschäftigten und Berufsgruppen an der Charité, sagte Becker.
Bundesweite Protestaktionen am 24. Juni
Jäger kündigte für den 23. Juni eine Demonstration der Charité-Mitarbeiter vom Campus Mitte zum Bundesgesundheitsministerium an. Außerdem seien für den 24. Juni bundesweite Protestaktionen von Klinikmitarbeitern geplant. In einer Urabstimmung votierten vergangene Woche 96,4 Prozent der Verdi-Mitglieder für die Arbeitsniederlegung.


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