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Corona-LockerungenEx-Charité-Vorstand Frei empört über Ministerpräsidenten

Der ehemalige Vorstand Krankenversorgung der Charité, Prof. Dr. Ulrich Frei, übte am vergangenen Sonntag auf Twitter heftige Kritik an den aktuellen „Lockerungsübungen“ der Länderchefs mit Blick auf die Corona-Pandemie.

Prof. Dr. Ulrich Frei
Uwe Nölke/Charité

Prof. Dr. Ulrich Frei, ehemaliger Vorstand Krankenversorgung der Charité – Universitätsmedizin Berlin.

Am Sonntag äußerte der Ex-Vorstand der Berliner Charité Prof. Dr. Ulrich Frei seine Empörung über die aktuelle Corona-Politik auf Twitter. Auf seinem privaten Profil bezeichnete er die jüngsten Beschlüsse der Länder als „Lockerungsübungen“. Die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten setzten sich über „die Wissenschaft und die Mehrheitsmeinung“ hinweg.

Zudem könne dieses Vorgehen schwerwiegende Konsequenzen nach sich ziehen: „Nach der 3. Welle müssen sich Staatsanwälte dann fragen, ob dies nicht Beihilfe zu Körperverletzung mit Todesfolge war“, schreibt Frei auf Twitter. Mehrere Beschäftigte der Charité äußerten sich zustimmend unter dem Tweet.

Ulrich Frei war zwischen 2004 und 2009 als Ärztlicher Direktor an der Charité tätig. 2019 übernahm der Facharzt für Innere Medizin die Funktion als Vorstand Krankenversorgung an der Berliner Universitätsmedizin. Ende 2020 verabschiedete er sich in den Ruhestand. Seine Nachfolge als Vorstand hat Prof. Dr. Martin E. Kreis angetreten.

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