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ÄrztemangelGBA will Planungsregionen ändern

Über 40.000 Haus- und Fachärzte gehen in den nächsten fünf Jahren in den Ruhestand. Vor allem Patienten auf dem Lande sind betroffen. Paradoxerweise können Ärzte dort heute oft gar nicht neu zugelassen werden. Der Gemeinsame Bundesasschuss (GBA) will mit einer neuen Planung Abhilfe schaffen.

Das höchste Gremium im deutschen Gesundheitswesen, der Gemeinsame Bundesausschuss, will dafür eine entsprechende Richtlinie ändern. Damit soll die Zulassung vor allem von mehr Hausärzten in Mangelregionen ermöglicht werden. Alarm schlugen unmittelbar vor der Sitzung die Psychotherapeuten: Sie fürchten, dass in ihrem Bereich neue Probleme entstehen.

Zulassungsstopp für hoch spezialisierte Ärzte
Bereits Anfang September hatte der Bundesausschuss in einem ersten Schritt einen sofortigen Zulassungsstopp für bestimmte Arztgruppen verhängt. Sie betrifft hoch spezialisierte Ärzte wie Strahlentherapeuten, die heute weitgehend ohne Beschränkung Praxen etwa in den Städten aufmachen können. Im Gegenzug sollen neue Niederlassungsmöglichkeiten etwa für Hausärzte geschaffen werden.

Planungsregionen sind zu groß
Anders als bei Spezialärzten gibt es bei Haus- und Kinderärzten heute nur wenige Zulassungsmöglichkeiten, obwohl sie in vielen ländlichen Gebieten gesucht werden. Grund: Die Planungsregionen für Arztsitze - die 372 Kreise und kreisfreien Städte - gelten als zu groß. Künftig sollen für die Haus- und Kinderärzte die Planungsbezirke bei Bedarf in bis zu 879 Mittelbereiche geteilt werden. Nach Angaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung gehen über 40 000 Haus- und Fachärzte binnen fünf Jahren in den Ruhestand.

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