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KassenärzteGehälter mehrerer KV-Vorstände steigen

Die Jahresgehälter der Vorstände von KBV und den 17 Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) sind in fünf Regionen 2012 leicht gestiegen.

Das berichtet die "Ärzte Zeitung". Ein Plus von 3,16 Prozent verzeichnen die Chefs der KV Berlin, 3,1 Prozent bekommen die Chefs in Bremen zusätzlich. In Brandenburg gibt es eine Steigerung von 2,3 Prozent. Auch die KV Bayern (3,43 Prozent) und Hessen (2,1 Prozent) erhöhten. Das geht aus der Pflichtveröffentlichung der Vorstände der KVs und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) hervor. Der überwiegende Teil der Jahresgehälter wurde 2012 im Vergleich zu 2011 allerdings nicht verändert.

Bayern zahlt am meisten
Das höchste Gehalt bekommen die KV-Vorstände Bayerns. Der Vorsitzende, Wolfgang Krombholz, erhält 257.360,40 Euro. Darauf folgt der Vorsitzende der KV Niedersachsen, Mark Barjenbruch, mit 250.000 Euro. Auf Platz drei liegen die beiden Vorsitzenden der KV Nordrhein mit jeweils 248.000 Euro. Schlusslicht sind laut den Daten aus dem Bundesanzeiger die Vorsitzenden der KV Baden-Württemberg mit einem Grundjahresgehalt von 170.000 Euro.

Zusätzliche Variable Anteile und Nebentätigkeiten sind gängig
Allerdings erhalten fast alle Vorstände zusätzlich variable Gehaltsanteile, die das Gehalt noch einmal deutlich erhöhen. Außerdem ist es im Jahr 2012 in 14 KV-Vorständen erlaubt, neben der hauptamtlichen Vorstandstätigkeit bis zu 13 Wochenstunden in der Praxis oder anderen Berufsverbänden zu arbeiten. Unterschiede gibt es von KV zu KV auch hinsichtlich der privaten Nutzung von Dienstwagen: In der KV Baden-Württemberg, für ein Vorstandsmitglied der KV Bayerns, in den KV en Hamburg und Hessen sowie Nordrhein, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Westfalen-Lippe ist dies vertraglich erlaubt.

Köhler und Müller über 300.000 Euro
Spitzenverdiener des KV-Systems bleibt KBV-Chef Andreas Köhler, obwohl sein Grundgehalt - nach einem Streit mit dem Gesundheitsminster - um 30.000 Euro auf nun noch 320.000 Euro gesunken ist. Die Stellvertreter von Köhler - bis Ende Februar 2012 Carl-Heinz Müller, ab Juli 2012 Regina Feldmann - haben jeweils ein Grundgehalt von 300.000 Euro erhalten. Laut den Angaben darf Feldmann einen Arbeitstag pro Woche in ihrer Praxis tätig sein. Allerdings erfolgt "für jeden Tag der Inanspruchnahme ärztlicher Tätigkeit eine Kürzung der Vergütung um jeweils 500 Euro."

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