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VUDHochschulmedizin fordert Systemzuschlag vom Bund

Die wirtschaftliche Lage der Deutschen Universitätsklinika verschlechtert sich aktuell dramatisch. Ein Grund dafür sind die Sonderaufgaben der Universitätsklinika für das Gesundheitssystem, die nur unzureichend finanziert werden.

Die Deutsche Hochschulmedizin, bestehend aus dem Verband der Universitätsklinika (VUD) und dem Medizinischen Fakultätentag (MFT), fordert deshalb zur Sicherstellung dieser Sonderfunktionen einen langfristigen Systemzuschlag.

Zu den spezifischen Belastungen der Universitätsklinika zählen schwierige und komplizierte Fälle, die die Uniklinika als Maximalversorger behandeln. Die nach dem Gesetz nur für Forschung und Lehre vorgesehenen Hochschulambulanzen übernehmen immer mehr die Sicherstellung der Ambulanzversorgung in weiten Teilen Deutschlands. Die klinische Erprobung und Erstanwendung von neuen medizinischen Produkten und Verfahren erfolgt zumeist in Innovationszentren der Universitätsmedizin. Auch die ärztliche Weiterbildung, die Vorhaltekosten für eine rund um die Uhr und alle notwendigen Disziplinen umfassende Notfallversorgung sowie die Versorgung von Patienten mit sehr seltenen Erkrankungen werden derzeit nicht annähernd ausreichend finanziert.

"Die Universitätsklinika bieten ein breites Leistungsspektrum als Basis für die Aus- und Weiterbildung der Ärzte und die Forschung und können und wollen sich daher nicht auf besonders profitable Bereiche spezialisieren", sagt Professor Heyo Kroemer, Präsident des MFT.

Notwendig ist deshalb eine Grundsatzdiskussion über die Finanzierungszuständigkeiten von Bund, Ländern und Gesetzlicher Krankenversicherung. "Der Bund muss mehr Verantwortung für die Finanzierung der Hochschulmedizin übernehmen, damit die besonderen Leistungen der Uniklinika auch in Zukunft erbracht werden können", ist Ralf Heyder, designierter Generalsekretär des VUD überzeugt.

Neben den Sonderaufgaben gibt es weitere Gründe für die schwierige wirtschaftliche Lage der Uniklinika. Die Kosten-Erlös-Schere entzieht den Kliniken jedes Jahr Geld: Kosten für Personal, teure Medikamente, Energie und Haftpflichtprämien steigen permanent schneller, als die von den Krankenkassen gezahlten Entgelte. Zudem sind die von den Ländern zu zahlenden Investitionszuschüsse für die Krankenhäuser seit Jahren unzureichend und rückläufig. Entsprechend können weder die Krankenhausgebäude und die erforderliche IT-Ausstattung, noch die Forschung an medizinischen Innovationen ausreichend finanziert werden.

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