Im Krankenhausstrukturgesetz ist vereinbart, dass das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) in Zukunft Krankenhäuser zwingen kann, bei der InEK-Kalkulation mitzumachen. Wie das genau ablaufen wird, erklärte das Institut jetzt auf der Herbsttagung des IT-Anbieters KMS.
Die Verlosung soll gefilmt werden
„Wir haben dieselbe Lostrommel wie der Deutsche Fußballbund, und wollten auch die Logos der Kliniken anfordern“, scherzte Michael Rabenschlag, Abteilungsleiter Ökonomie beim InEK, auf der KMS-Tagung. Fakt ist: Die Verlosung wird es tatsächlich geben, ein Vertreter des Bundesgesundheitsministeriums zieht die 40 Lose. Das InEK spielt mit dem Gedanken, die Ziehung zu filmen und später auf seiner Webseite zu veröffentlichen. „Das ist die erste Lotterie, bei der keiner gewinnen will“, schmunzelte Rabenschlag auf dem Podium von KMS. Das Unternehmen feiert sein 20-jähriges Jubiläum in Unterhaching und hat Rabenschlag als Gastredner.
5.000 Euro Bonus für richtiges Kalkulieren
Die 40 Kliniken sollen den Kalkulationsmix des InEK optimieren. „Im ersten Jahr reicht es noch aus, nur eine Kostenstellenauswertung zu liefern“, erklärte Rabenschlag. Die Daten müssen bis zum 30. April 2017 beim InEK sein, danach gewährt das Institut noch eine Nachfrist von vier Wochen. „Sind die Daten dann nicht da, wird eine pauschale Zahlung von 14.000 Euro ans InEK fällig“, so Rabenschlag. „Im zweiten Jahr wird es teurer, dann zahlt die Klinik 15 Euro pro Fall.“ Sollte eine der neuen Kliniken im ersten Jahr alles zeitgerecht und korrekt abgeben, zahlt das InEK dem Haus 5.000 Euro. Allerdings, so betont Rabenschlag, nur im ersten Jahr. Derzeit machen 245 Kliniken bei der InEK-Kalkulation mit. Es sind bis dato fast ausschließlich öffentliche und kirchliche Klinken, die mit dem InEK zusammarbeiten.


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