Wenn die Krankenkasse eine Klinik vorgibt, soll die Patientengebühr von zehn Euro entfallen, heißt es laut "Süddeutscher Zeitung" in einer Vorlage des Bundesgesundheitsministeriums. Maximal kann ein vollstationärer Aufenthalt 280 Euro kosten. In der Begründung der Vorlage heißt es, die Regelung gebe den Kassen Anreize für den Patienten geeignete Krankenhäuser zu wählen. Die Kassen sollen ermuntert werden, bei der "Entscheidung für ein Krankenhaus insbesondere qualitative Kriterien zu berücksichtigen".
CSU ist dagegen
Wir sind an der Absicherung der Qualität interessiert", heißt es in Regierungskreisen. Zudem solle der Patient bei einer schweren Entscheidung entlastet werden. Die Kassenempfehlungen sollen wohl nur bei sogenannten geplanten Operationen ausgesprochen werden, Eingriffe, bei denen es auf mehrere Wochen Wartezeit nicht ankommt. Die CSU meldet jedoch Bedenken gegen das Vorhaben an und so droht ein Koalitionsstreit über das Thema.
Bayerns Gesundheitsminister Marcel Huber (CSU) sprach sich gegen die Regelung aus. Er fürchtet um die flächendeckende Versorgung im ländlichen Raum. Auch CSU-Gesundheitsexperte Max Straubinger, verurteilt die Koalitionspläne: Durch die Empfehlung könnten Kassen unliebsame Kliniken aus dem Geschäft drängen.


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