Der verpflichtet die Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) zu bedarfsdeckendem Versorgungsangebot und der Bereitstellung ärztlicher Notdienste - aus Sicht der Ärzte jedoch zu immer schlechteren Bedingungen. "Mit dem Sicherstellungsauftrag stellen wir auch das KV-System selbst in seiner heutigen Form zur Diskussion", sagte der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Köhler, in Berlin bei der Vertreterversammlung seiner Organisation. Damit sei "die Systemfrage" gestellt. Derzeit lotet die KBV bei den 153.000 Vertragsärzten und -psychotherapeuten per Umfrage aus, unter welchen Bedingungen diese den Sicherstellungsauftrag weiter akzeptieren wollen. Seit dem Start der Befragung Mitte November haben sich daran bislang etwa ein Drittel der Mitglieder beteiligt. Die überwiegende Mehrheit pocht laut Köhler dabei auf feste und kostendeckende Preise bei uneingeschränkter therapeutischer und diagnostischer Freiheit. Durch eine Reform der Bedarfsplanung sollen schon bald auf dem Land mehr als tausend Arzt-Stellen - vor allem für Psychotherapeuten - hinzukommen. Geplant ist auch eine neue Honorarverteilung, die speziell Landärzte besserstellt.
Spibu fordert konstruktive Vorschläge
Der Kassen-Spitzenverband mahnte, die Vorschläge müssten realistisch und im System zu lösen sein. "Wenn es konstruktive Vorschläge gibt, das Versorgungssystem im Sinne aller Beteiligten, also für Ärzte, Kassen, Patienten und Beitragszahler gleichermaßen vorteilhaft weiterzuentwickeln, werden wir uns keineswegs verweigern", sicherte Verbands-Vizesprecherin Ann Marini zu.


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